Haftprüfung bei Bundesliga-Schiri

Schwangerenmord: Heftige Kritik an Ermittlern

Haftprüfung bei Bundesliga-Schiri

Nach angeblich einseitigen Ermittlungen fordert Anwältin Enthaftung des Verdächtigen.

Kärnten. Im kleinen Neu-Feffernitz bei Paternion wurde am 17. August des vergangenen Jahres Julia H. in ihrer Wohnung erschlagen. Die Leiche der 31-Jährigen, die im neunten Monat schwanger war, legte der Täter in der Badewanne ab. In Untersuchungshaft sitzt einer der beiden Liebhaber der zweifachen Mutter: ein 35-jähriger ehemaliger Schiedsrichter aus der Fußballbundesliga. Er soll seine Geliebte getötet haben, weil er der Vater des ungeborenen Kindes war und dies vor seiner Familie verheimlichen wollte.

Verteidigerin fordert Enthaftung

Für Montag ist eine Haftverhandlung über den 35-Jährigen angesetzt. Seine Verteidigerin Christine Lanschützer fordert die Ent­haftung ihres Mandanten. Gleichzeitig kritisiert sie die bisherigen Ermittlungen als einseitig und bezweifelt ein Mobilfunkgutachten, das den Ex-Schiedsrichter belasten soll. Weil angeblich nur gegen den Beschuldigten ermittelt worden sei, legte sie Einspruch wegen Rechtsverletzung ein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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