Rauchverbot: Shisha-Bars gehen neue Wege

Mutiger Gastronom startet Lieferservice

Rauchverbot: Shisha-Bars gehen neue Wege

Unter den Shisha-Bar-Betreibern gehen die Angst und ein klein wenig Mut um.

NÖ. Der Verfassungsgerichtshof wies eine Klage ab – und die Shisha-Szene trägt Trauer. So auch in NÖ, wo bis zu 40 Bars künftig mit dem Rauchverbot leben müssen.

„Dramen“. Wirte-Chef Mario Pulker, ein unermüdlicher Kämpfer gegen die Ängste seiner Klientel, drückt sich drastisch aus. Er umreißt die derzeitige Situation der Shisha-Betreiber so: „In nächster Zeit werden sich Dramen abspielen.“

Fest macht Pulker die Aussage an einem stellvertretenden Beispiel: In Krems habe ein Shisha-Bar-Betreiber etwa 300.000 Euro in seinen Betrieb investiert. Die seien nun weg – und schmerzen aufgrund langfristiger Mietverträge doppelt.

Maßnahmen. Die Szene sei in Aufruhr, meint Pulker. Man versucht, neue Wege zu gehen. Etwa mit einem erweiterten Cocktail-Angebot oder besserer Kulinarik. Überspitzt formuliert ist aber fraglich, ob größere Schinken-Käse-Toasts dieses Loch stopfen werden...

Innovativ. In der Misere sticht ein Kremser Gastronom ins Auge: Ismet Avci hatte ein Gros der Einnahmen aus seiner Shisha-Bar durch das Nichtrauchergesetz verloren. Nun startet er den ersten Shisha-Lieferservice. „Wir liefern auf Strecken bis zu 25 Kilo­metern“, sagt Avci. Die Preise würden zwischen 25 und 33 Euro liegen. Es herrscht Optimismus: „Ich denke, dass das Konzept aufgehen kann.“

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