Verzweiflungstat

Todes-Drama um Flüchtlings-Buben (12)

Dieses Teenie-Drama um einen 12-jährigen Afghanen und seinen Bruder rührt zu Tränen.

Die Flüchtlingstragödie um zwei Afghanen spielte sich in Baden ab: Wie die Polizei gegenüber ÖSTERREICH bestätigte, wurde ein 12-Jähriger – wie erst jetzt bekannt wurde – am 12. November am Nachmittag in einem Asylheim tot aufgefunden. Als Auslöser für die Verzweiflungstat wird im Internet geteilt, dass es einen negativen Asylbescheid gegeben haben soll. Die Wahrheit dürfte aber etwas komplexer sein:

Integriert

Der 12-Jährige lebte mit seinem älteren Bruder (23), der am Downsyndrom leidet, in der Betreuungseinrichtung in Baden, ging dort zur Schule, konnte gut Deutsch, war bestens integriert und spielte sogar Fußball in einem örtlichen Verein.

6 Euro

Wie ÖSTERREICH aus vertraulicher Quelle erfuhr, soll der Teenie am Tag vor seinem Tod beim Ladendiebstahl mit einem Schadenswert von nicht einmal sechs Euro erwischt worden sein. Deshalb dürfte er befürchtet haben, dass er und auch sein behinderter Bruder abgeschoben werden. Die Rettung konnte den 12-Jährigen zwar reanimieren, er verstarb aber einen Tag später im Spital. (kor)

Die Aufregung um den tragischen Zwischenfall ist groß. Dorothea Blancke von der Liste Pilz fordert in einem Posting eine Stellungnahme von "Integrationsminister Sebastian Kurz, Innenminister Wolfgang Sobotka und Bundeskanzler Christian Kern". "Es kann und darf nicht sein, dass der Freitod eines Kindes auf der Flucht unerwähnt bleibt! Es geht bei Politik nicht nur um Gesetze. Nein, es muss auch darum gehen humanitäre Grundwerte zu erhalten, zu pflegen!" schreibt sie weiter. Mittlerweile wird die herzzerreißende Story auf der ganzen Welt geteilt.

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