Abdullah

Wegbegleiter loben "perfekte Integration"

Abschiebung: Freunde kämpfen für Abdullah

Erneut soll ein perfekt inte­grierter junger Mensch abgeschoben werden.

Hollabrunn. In Niederösterreich droht bereits kommende Woche ein weiteres Abschiebedrama. Die Abschlussklasse der HLW Hollabrunn versucht, mit einer Petition die drohende Abschiebung ihres ehemaligen Mitschülers Abdullah Hossaini zu verhindern. Doch die Uhr tickt: Der Flüchtling aus Afghanistan muss laut Behörden-Bescheid bis 16. März das Land verlassen haben.

Integration. Hossaini kam 2015 nach Österreich. Seine ehemaligen Klassenkollegen beschreiben ihn als Musterbeispiel für eine gelungene Integration. So habe der Flüchtling in ­kürzester Zeit Deutsch und Englisch in Wort und Schrift gelernt. „Er hat sich mühevoll ein neues, erfüllendes Leben in Österreich aufgebaut und sich perfekt in unsere Gesellschaft integriert“, so der Tenor.

Engagement. Inzwischen hat Hossaini eine Lehre in einem Tiroler Gastronomiebetrieb begonnen. „Zeugt dies nicht von Ehrgeiz und starkem Willen, sich in unserem Land zu integrieren und damit einen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten?“, plädiert die 5C verzweifelt für einen Verbleib des Afghanen.

»Abdullah ist nichts Negatives aufzulisten«

Petition. Bis Montagmittag haben sich bereits 860 Personen an der Unterschriftenaktion beteiligt. So hofft etwa auch Gabriele Weinhappl, die Hossaini in Hollabrunn persönlich unterrichtet hatte, auf einen Verbleib. „Abdullah ist ein ehrlicher Mensch, dem aufgrund seines loyalen Verhaltens nichts Negatives aufzulisten ist“, so seine ehemalige Lehrerin. Unter petitionen.com/abdullah_soll_weiterhin_in_osterreich_bleiben werden weiterhin Unterstützungserklärungen gesammelt, um die Abschiebung noch zu verhindern.

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