Bankräuber hatte 116.130€ Beute im Auto

Nach Coup in Krumbach in Bulgarien geschnappt

Bankräuber hatte 116.130€ Beute im Auto

Rund 1.000 Kilometer Fluchtweg hat Walter K. mit seinem Mercedes-Coupé geschafft, dann war Endstation. 

NÖ/Sofia. Neue Details wurden jetzt zum Überfall auf eine Sparkasse in Krumbach in der Buckligen Welt bekannt: Demnach war der mutmaßliche Senior-Täter (ein in Deutschland beim Ausgang zur Corona-Impfung geflohener Häftling, der schon acht Banküberfälle auf dem Kerbholz hat) mit seinem 20 Jahre alten Mercedes C 180 Coupé wohl auf dem Weg nach Griechenland an den Strand, um dort und nicht im Häfen seinen Lebensabend zu verbringen – wurde aber an der Grenze zu Bulgarien am Übergang Kalotina am vergangenen Dienstag um 10.30 Uhr aufgehalten und zu seinem Erstaunen auf der Stelle festgenommen.

Denn was der 68-Jährige nicht ahnte: Die NÖ-Raub­ermittler waren längst auf seiner Spur, obwohl sich der Serientäter extra als Biker mit Helm und Lederkluft verkleidet hatte, um die Polizei auf eine falsche Fährte zu locken.

Europaweite Fahndung nach Serienganoven

Nun sind auch unverbesserliche Ganoven nicht die hellsten – und auf wen war der alte silberne Mercedes mit deutschem ­Kennzeichen, der kurz nach dem Coup von einer Überwachungs­kamera in Kurmbach erfasst wurde, zugelassen? Tatsächlich auf Walter K., den von den deutschen Behörden gesuchten Sicherungsverwahrten, der sich am 7. September aus der JVA Schwalmstadt abgesetzt hat!

Der europäische Haftbefehl nach dem Oldie-Räuber in seinem Youngtimer-Mercedes war also längst draußen, als der freundlich nickende C-Klasse-Lenker wohl dachte, er würde auch an der bulgarischen Grenze wieder ohne Probleme durchkommen. Falsch gehofft!

Dann brauchten die Grenzpolizisten nur noch den Kofferraum zu durchsuchen und fanden dort in einem Einkaufssackerl die beachtliche Beute von 116.130 Euro in kleinen wie in großen Scheinen. Walter K. sitzt in Sliwniza in Auslieferungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.



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