"Esti"-Knast: Aufregung um Pizza-Freigang

''Kulturfertigkeit Essen'' als Therapie

"Esti"-Knast: Aufregung um Pizza-Freigang

Kein Witz: Um besonders frustrierte Psycho-Häftlinge zu beruhigen, dürfen sie eine Pizzeria aufsuchen …

In Erfahrung brachte diese Spezialität des Hauses – konkret geht es um die Sonderjustizanstalt Asten – FP-General Michael Schnedlitz, der deshalb eine parlamentarische Anfrage stellte. Die Antwort von Vizekanzler Kogler in Vertretung der karenzierten Justizministerin, warum das Forensische Zentrum (in dem auch Estibaliz C. einsitzt) 2019/20 insgesamt 32 Mal mit ausgesuchten Häftlingen einen Freigang in die Pizzeria veranstaltete, liest sich wie folgt:

„Wesentliches Ziel des Straf- sowie des Maßnahmenvollzugs ist es, die Gefährlichkeit von Insassinnen und Insassen bzw. Untergebrachten hintanzuhalten und sie in unsere Gesellschaft zu reintegrieren. Zu diesem Zweck erfolgen Sozialtrainings im Rahmen von Besuchen eines gastronomischen Betriebs.“ Dort werde „die Kulturfertigkeit Essen“ erprobt.

Belohnung mit Pizza-Freigängen

„Teilnahmeberechtigt“ wären Untergebrachte, die generell aufgrund ihrer psychischen Erkrankung durch „härtere“ Maßnahmen und Re­striktionen nicht gebessert werden können. Stattdessen setzt es im „Esti“-Knast also Belohnungen in Form von Pizza-Freigängen.

Die Kosten für die konsumierten Speisen und Getränke tragen übrigens die Insassen selbst.

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