Bankräuber

Von Bulgarien nach Österreich ausgeliefert

Häfen-Flüchtiger verjubelte Bankraub-Beute im Puff

Die Geschichte der Flucht von Walter K. wird wohl noch auf Netflix landen – so skurril. 

NÖ. Wie berichtet, war der 68-Jährige in Deutschland aus der Sicherungsverwahrung für gefährliche Rückfallstäter geflohen. Besser gesagt hatte er sich bei einem Freigang zur Corona-Impfung abgesetzt. Danach fuhr der Serien-Bankräuber mit seinem Mercedes C 180 Coupé nach Österreich, wo er als Motorradfahrer mit Lederkluft und Helm verkleidet in Krumbach in der Buckeligen Welt eine Bank überfiel und an die 130.000 Euro erbeutete.

Im Anschluss flüchtete er über Slowenien, Kroatien, Serbien (und war wohl Richtung Griechenland unterwegs, wo er seinen Lebensabend verbringen wollte), wurde aber an der Grenze in Griechenland entdeckt, angehalten und laut EU-Haftbefehl aus dem Verkehr gezogen. Im Kofferraum seines Youngtimer-Benz waren – wie ÖSTERREICH berichtete – noch exakt 116.130 Euro Beute.

Prozess.
Den Rest hatte er, wie Walter K. später gegenüber den Ermittlern zugab, in Casinos verspielt sowie für „Vergnügungszwecke“ im Rotlicht, sprich bei Prostituierten im Puff, ausgegeben. Erst kürzlich wurde der unverbesserliche Oldie-Täter von Bulgarien nach Österreich ausgeliefert, wo er in Wiener Neustadt auf seinen Prozess wartet. Er kann bei uns mit bis zu 15 Jahre Haft rechnen. Danach kommt er in Sicherungsverwahrung nach Deutschland. Die Luft der Freiheit atmet er nie mehr – außer er türmt erneut . . .



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