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60 km in die falsche Richtung

Polizei forscht A2-Geisterfahrer aus

Der Geisterfahrer war mit bis zu 160km/h auf der Südautobahn unterwegs.

Über etwa 60 Kilometer ist am späten Dienstagabend eine Geisterfahrt im Nebel mit 150 bis 160km/h auf der Südautobahn (A2) in Niederösterreich gegangen. Dabei kam es auch zu einem Unfall. Zwei junge Männer wurden verletzt. Versuche, den Wagen anzuhalten, der auf der Richtungsfahrbahn Graz nach Wien fuhr, schlugen fehl.

Geisterfahrer ausgeforscht
Am späten Mittwochnachmittag konnte der Geisterfahrer ausgeforscht werden. Es soll sich um einen 36-jährigen Mann aus dem Großraum Mödling handeln. Der Mann war ab Scheiblingkirchen (Bezirk Neunkirchen) mit hoher Geschwindigkeit auf der falschen Richtungsfahrbahn unterwegs und erst in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) von der A2 abgefahren. Im dichten Nebel hatte die Polizei dort seine Spur verloren - doch das Kennzeichen des Autos war den Beamten bekannt.

Medikamente und Alkohol
Der 36-Jährige habe bei einer Einvernahme angegeben, dass er sich nicht an die Fahrt erinnern könne, berichtet der ORF NÖ. Er habe wegen Zahnschmerzen Medikamente eingenommen und Alkohol getrunken - anschließend sei er auf die A2 aufgefahren. 

Zwei Verletzte
Bei dem durch die Geisterfahrt verursachten Unfall wurden ein 27- und ein 26-Jähriger verletzt. Beide mussten im Landesklinikum Neunkirchen behandelt werden.

Laut Polizei hatte der 27-Jährige am Steuer des Autos während eines Überholvorganges bei Scheiblingkirchen (Straßenkilometer 62,2) den entgegenkommenden Wagen bemerkt. Um einem Zusammenstoß zu entgehen, verriss der Lenker seinen Pkw auf den ersten Fahrstreifen. Dabei muste er auch einen Aufprall auf das vor ihm fahrende Auto vermeiden. Der Pkw geriet in der Folge ins Schleudern, stieß gegen die Mittelbetonwand und kam letztlich auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.

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