Fünf Einsatzkräfte erkrankt
Rax: Corona-Cluster bei Brandhelden
Niederösterreich. Wie der Sanitätsstab am Mittwoch bestätigte, sind fünf der Brandhelden, die den riesigen Waldbrand vis-à-vis der Rax im Schneeberggebiet am Beginn des Höllentals bekämpft haben, an Covid-19 erkrankt. Betroffen sollen Mitglieder der Feuerwehren Puchberg und Rohrbachgraben sein, die im Naturfreundehaus Knofeleben nächtigten. Auch Beschäftigte der Hütte sollen betroffen sein.
Doch trotz der Erkrankungen gehen die Löscharbeiten ungehindert weiter. So waren am Mittwoch rund 200 Helfer unter anderem damit beschäftigt, lokale Glutnester vom Boden aus zu bekämpfen.
Das Problem: Durch das verzweigte Wurzelwerk verbreitet sich der Brand quasi unterirdisch und unbemerkt weiter. Deutliche Bannung der Gefahr erwartet man sich ab heute, Donnerstag, wenn der prognostizierte Regen hoffentlich eintritt – und dann wiederum nicht allzu heftig ausfällt.
Zigarette oder Lagerfeuer als Auslöser vermutet
Laut Experten ist stellenweise nämlich der ganze Humus verbrannt. Kommt der nackte Fels zum Vorsprung, kann es Jahrzehnte dauern, bis wieder Gras, Sträucher und Bäume wachsen. Währenddessen wächst die Steinschlag- und Murengefahr extrem.
Derweil machten sich Brandermittler des Landes- und des Bundeskriminalamtes erstmals auf zur Ausbruchsstelle des Waldbrands in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau an der Rax. Sie befindet sich laut ÖSTERREICH-Infos auf einem Platz, wo in der Vergangenheit öfters Lagerfeuer gemacht wurden, auf halbem, recht anspruchsvoll steilem Weg zum Mittagstein – was gegen eine außer Kontrolle geratene (Alk-)Party von örtlichen Jugendlichen spricht. Vielmehr dürfte eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein schlecht gelöschtes (illegales) Lagerfeuer zu dem verheerenden Feuer geführt haben. Der Schaden plus Einsatzkosten geht in die Millionen – der oder die Verursacher werden auch finanziell belangt.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden