Zeugen für Todesbisse gesucht

Hunde töteten Soldat

Zeugen für Todesbisse gesucht

Während das Heer nur zögerlich Infos preisgibt, gehen die Hinterbliebenen in die Offensive.

NÖ. Über Anwalt Erich Gemeiner fordern die Eltern und die Schwester des von zwei Zugriffshunden getöteten Dominik R., dass die Verantwortlichen gewissenhaft und transparent ermitteln.

Viele Fragen zu dem furchtbaren Unfall in der Nacht auf den 14. November in der Flugfeldkaserne seien noch ungeklärt – etwa warum das Opfer erst viele Stunden nach dem Betreten der Zwingeranlage bzw. der Kaserne tot aufgefunden wurde. Der 31-Jährige wies multiple Bissverletzungen auf, die ihm ein ausgewachsener voll ausgebildeter Zugriffshund und ein erst 6 Monate alter Welpe zugefügt haben. Dominik R. verblutete vor Ort; während sein eigener Hund im Auto verblieben war und stundenlang warten musste – was wiederum von niemandem bemerkt wurde.

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Jagdkommando-Soldat Dominik R. starb an Hundebissen.

Insider. Anwalt Gemeiner: „Müssen hier nicht sämtliche Kontrollmechanismen und Überwachungsmaßnah­men ganz besonders überprüft werden, um die Sicherheit sowohl der Soldaten als auch der Bevölkerung zu gewährleisten?“ Er bittet im Namen der Familie Zeugen, sich mit ihm in Verbindung zu setzen (office@mylaw.at), damit alles aufgeklärt und nichts vertuscht oder zurückgehalten wird: So gab das Heer erst eine Woche danach in einer Aussendung, wonach eine Untersuchungskommission installiert wurde, in einem Nebensatz bekannt, dass bereits ein Lokalaugenschein in der Hundezwingeranlage durchgeführt worden wäre, und zwar schon am Vormittag nach den Todesbissen. Dabei wären keine Mängel festgestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen grob fahrläs­siger Tötung vorerst gegen unbekannt.

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