Zehn bis 50 Störenfriede ausgemacht

Sicherheitsgipfel: »Linz ist nicht Chicago«

Mit verstärkter sozialer Arbeit will Linz den Problem-Jugendlichen entgegenwirken.

Linz. In den vergangenen Wochen ist es in Linz vermehrt zu Vorfällen mit Gewaltanwendung gekommen, an denen Jugendliche beteiligt waren. Bei der von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Stadtrat Michael Raml (FPÖ) einberufenen Sicherheitskonferenz am Montag konnten erste Lösungen zur Problematik „Gewalt seitens Jugendlicher“ ausgearbeitet werden.

Statistik zeigt Rückgang bei Jugendkriminalität

Ähnlich wie bei der Lösung der Probleme am Hessenplatz und bei der Planung und Durchsetzung von Waffenverbotszonen in neuralgischen Bereichen der Stadt wurden konkrete Schritte vereinbart, die zu einer dauerhaften Entspannung der Situation beitragen sollen. Denn Jugendliche seien per se kein Problem. Fakt ist, dass laut der LPD Oberösterreich kein signifikanter Anstieg der Jugendgewalt für Linz zu erkennen ist. Der Anteil der jugendlichen Tatverdächtigen an der Gesamtkriminalität lag 2018 in Linz mit 242 Fällen bei 9,1 Prozent. Für Unruhe würden, so Erwin Fuchs (LPD), 10 bis 50 Jugendliche sorgen, die sich bei ihren Aktionen zum Teil zusammenschließen. „Linz ist nicht Chicago, wir sind aber auch keine Insel der Seligen“, so Raml. Die Jugendkriminalität in Linz sei zwar zahlenmäßig gesunken, aber das subjektive Sicherheitsgefühl hat sich deutlich verschlechtert, vor allem bei Vorfällen mit Messern.

Linzer sollen sich ohne Angst bewegen können

„Wir haben uns für ein konkretes Projekt in diesem Bereich ausgesprochen und werden dafür die Ressourcen zur Verfügung stellen. Mit eingebunden werden dabei Ordnungsdienst, der Verein Jugend und Freizeit sowie die Jugend- und Familienhilfe“, kündigt Luger an. Konkret ziele das Vorgehen darauf ab, dass die Linzer den öffentlichen Raum so wie bisher ohne Angst und Gefährdung nutzen können.

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