Sohn erwürgte zu Fasching eigenen Vater

Streit um Pflege der dementen Mutter eskaliert

Sohn erwürgte zu Fasching eigenen Vater

Der 42-Jährige hatte selbst die Rettung gerufen und dabei Schlimmes angedeutet.

 

Das Todesdrama nahm am vergangenen Faschingsdienstag in einem Vier-Familien-Haus in der Eichbergstraße in Enns (Bez. Linz-Land) seinen Lauf.

Ein 42-Jähriger soll seinen Vater (78) – einen früheren Gemeinderat und Gründungsobmann des Familienbundzentrums in Enns – mit beiden Händen am Hals gepackt und so lange zugedrückt haben, bis der Pensionist Josef P. tot zusammenbrach.

Direkt nach der schrecklichen Tat, als der Senior leblos am Boden lag, griff Christian P. gegen 18.50 Uhr selbst zum Telefon und alarmierte die Rettung. Mit den Worten „und bringen sie die Polizei gleich mit“ deutete der 42-Jährige gleich an, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.

Tragödie passierte vor den Augen der Ehefrau

Besonders tragisch: Die Mutter des Angreifers und Ehefrau des Opfers wurde Zeugin des Angriffs und musste die Tragödie mit ansehen. Als der Notarzt eintraf, gab es für den Senior allerdings keine Rettung mehr. Sämtliche Wiederbelebungsversuche kamen zu spät.

Christian P., der sich widerstandslos festnehmen ließ, zeigte sich in seinen ersten Einvernahmen geständig, ohne aber ein konkretes Motiv zu nennen. Der Tat sollen jedoch offenbar jahrelange Streitigkeiten um die Pflege der demenzkranken Mutter bzw. Ehefrau vorausgegangen sein.

Am heutigen Dienstag steht Christian P. in Steyr wegen Mordes vor Gericht. Ihm droht lebenslange Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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