Touristen erleiden Schiffbruch
Österreicher am Gardasee gekentert
Italien. Rund eine halbe Stunde im eiskalten Wasser des Gardasees und vier Kilometer vom Ufer entfernt – so harrten vergangenen Mittwoch drei Österreicher (39 bis 41 Jahre) und ein Bub (4) bei Peschiera del Garda (Region Venetien) am südlichsten Zipfel des Gewässers aus. In den Minuten, bevor das Motorboot – es handelt sich um eine angemietete Frauscher 747 – unterging, schafften es die Austro-Urlauber, einen Notruf mit dem Handy abzusetzen. Das rettete ihr Leben.
Küstenwache. Es gelang einem Feuerwehrhubschrauber und dem Seekommando der Staatspolizei, die Schiffbrüchigen zu lokalisieren. Sie zitterten vor Kälte und waren völlig erschöpft und verängstigt. Mit letzter Kraft klammerten sie sich an die Überreste des gesunkenen Speedboots, als die Rettungskräfte auf Patrouillenbooten vorsichtig heranfuhren. Bei Lazise wurden die Österreicher an Land geholt und später in Aludecken gewickelt in Spitäler gebracht. Bis auf den Schock und die Unterkühlung dürften sie den Unfall unbeschadet überstanden haben.
7.000 Euro Strafe für den Bootskapitän
Alkohol im Blut. In den Tagen nach dem Unfall sind die Carabinieri mit der Rekonstruktion des Unfalls beschäftigt. Lokalen Medienberichten zufolge dürfte der Vater des Vierjährigen das Boot gelenkt haben. Bei ihm soll ein „Blutalkoholspiegel, der weit über den gesetzlich festgelegten Grenzen lag“, gemessen worden sein. Dem Österreicher, der im Besitz einer Seelizenz ist, hat die italienische Polizei, die derzeit von einem fahrlässigen Verhalten ausgeht, eine saftige Strafe von rund 7.000 Euro aufgebrummt. Die Frauscher befindet sich am Grund des Gardasees in 57 Metern Tiefe. Nach der Bergung soll sie für die weitere Unfallrekonstruktion in eine Werft gebracht werden.
Larissa Eckhardt
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden