Bernhard Jenny (l.) und Dechant Alois Dürlinger setzen sich für Ali Wajid ein.

Kampf um den Verbleib eines Lehrlings

Ali bekam Kirchen-Asyl: Jetzt Abschiebung geplant

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Ein Lehrling soll abgeschoben werden. Die katholische Kirche kämpft dagegen an.

Das Ringen um das Schicksal des pakistanischen Flüchtlings Wajid Ali (23) geht weiter. Der längst integrierte Lehrling hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt, weil ihm das Kloster St. Peter wegen seiner drohenden Abschiebung Kirchen-Asyl gewährt und ihn so dem Zugriff der Fremdenpolizei entzogen hatte.

Doch inzwischen wurde angeordnet, dass sich der 23-Jährige nicht länger in St. Peter aufhalten dürfe. Am gestrigen Montag sollte er sich in einer Unterkunft in Wien-Schwechat melden. Es wäre die letzte Station des jungen Pakistani gewesen.

Doch die Verhandlungen zwischen der Kirche und dem zuständigen Ministerium laufen hinter den Kulissen weiter. Der Klerus spricht sich nach wie vor für den Verbleib des Lehrlings aus. Elisabeth Mayer, Präsidentin der Katholischen Aktion: „Es muss eine Chance geben für Menschen, die sich in unserer Gesellschaft integrieren. Es ist auch volkswirtschaftlich ein Wahnsinn, wenn erst in diese Menschen investiert wird und dann bringen wir uns selbst um die Früchte unserer Arbeit.“

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