Mordanklage gegen Witwe: Promi-Wirt aus Habgier erstochen? | Frau zum zweiten mal vor Gericht

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Mordanklage gegen Witwe: Promi-Wirt aus Habgier erstochen?

Unfall oder Mord? Der Witwe eines Promi-Wirtes droht jetzt lebenslange Haft.

 

Der Fall hatte für überregionales Auf­sehen gesorgt, der Tod des bekannten Promi-Wirtes Erich T. (57) von der Lisa-Alm in Flachau am 3. März 2019 sorgte für jede Menge Gesprächsstoff. Und sorgt fast zwei Jahre später immer noch dafür: Denn seit Dienstag steht erneut die Witwe des Gastronomen vor Gericht in Salzburg.

Diesmal muss sich Petronella T. jedoch wegen Mordes verantworten. Laut Anklage soll sie ihren deutlich älteren Gatten aus Habgier erstochen haben.

Beide stark betrunken

Die 31-jährige Rumänin hatte stets ihre Unschuld beteuert, von einem Unglücksfall gesprochen. Nach einem feuchtfröhlichen Abend mit Gästen auf der Lisa-Alm sei sie in der Küche des Hauses nachts mit ihrem betrunkenen Ehemann in Streit geraten. Beide hatten über zwei Promille Alkohol im Blut.

Der tödliche Stich mit dem Obstmesser in den Oberkörper von Erich T. sei im Gerangel passiert, sie habe keine Tötungsabsicht gehabt. „Ich wollte das nicht, er hat das Messer selbst an sich gezogen“, behauptete die 31-Jährige vor Gericht.

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Lebensversicherung
über 300.000 Euro

Die Geschworenen glaubten der Angeklagten, erkannten auf absichtlich schwere Körperverletzung mit Todesfolge. Petronella T. kam mit acht Jahren Haft davon.

Doch der Oberste Gerichtshof (OGH) kassierte das Urteil ein. Die Fragen an die Geschworenen durch die Richter seien nicht objektiv genug gewesen. Kurz: Die Laien seien in Richtung Körperverletzung „gelenkt“ worden.

Als Mordmotiv steht Habgier im Raum. Erich T. hatte eine Lebensversicherung über 300.000 Euro zugunsten seiner Frau abgeschlossen. Doch es gilt die Unschuldsvermutung.



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