Tod von Promi-Wirt: War es doch Mord?

OGH hob Urteil auf

Tod von Promi-Wirt: War es doch Mord?

Die Staatsanwaltschaft ging von Mord aus, bekämpfte das Urteil – und bekam jetzt recht.

 

Paukenschlag im Fall um den toten Promi-Wirt Erich T., den Chef der legendären Lisa-Alm in Flachau. Er war Anfang März vergangenen Jahres von seiner Ehefrau Petronella mit einem Obstmesser getötet worden. Das milde Urteil gegen die 31-Jährige wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit Todesfolge wurde am Mittwoch vom Obersten Gerichtshof einkassiert, das Verfahren an den Neustart geschickt. Die attraktive Rumänin wird sich in einem neuen Prozess wegen Mordes an ihrem Ehemann verantworten müssen.

Die Bluttat im Hotel Lisa war über Monate Tagesgespräch im Wintersportparadies. Nach einer durchzechten Nacht war das Ehepaar in der Küche in Streit geraten. Der beliebte Promi-Wirt verblutete nach einem Messerstich in den Oberkörper. „Ich wollte das nicht, er hat das Messer selbst an sich gezogen“, beteuerte Petronella T. im Dezember vergangenen Jahres vor Gericht.

© Neumayr Fotografie - Christian L

Die Geschworenen glaubten ihr, zumal der vorsitzende Richter die Entscheidung in Richtung Körperverletzung gelenkt hatte. Der Mordvorwurf wurde fallen gelassen, Urteil: acht Jahre.

Doch die Fragestellung an die Geschworenen in Richtung Unfall/Körperverletzung sei nicht zulässig gewesen, urteilte schon die Generalprokuratur. Der OGH folgte dem. Die Tat wird neu ­verhandelt, es gilt die Unschuldsvermutung.

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