Prozess wegen Grapschattacke im falschen Bett

Zimmer verwechselt

Prozess wegen Grapschattacke im falschen Bett

Skurril: Ein Steirer will nur "versehentlich" eine Engländerin begrapscht haben. Es war alles nur eine Verwechslung.

Die Anklage lautete Schändung. Der Angeklagte jedoch behauptete: Verwechslung, und zwar eine doppelte. Und hier seine Version der nächtlichen Geschehnisse in einem Ski-Hotel in Obertauern, die er dem staunenden Richter und dem ebenso verdutzen Gerichtskiebitzen auftischte: In jener fraglichen Nacht im April 2007 kam der Steirer, weil er angeblich die Zimmer verwechselt hatte, nackt in die Unterkunft eines englischen Urlauberpärchens. Dort legte er sich ins Bett zu der schlafenden Frau und fing an sie zu befummeln.

Die Britin wachte von den heftigen Streicheleinheiten zwar auf, und fühlte auch, dass sich ein Fremder unter die Tuchent gekuschelt hatte, wehrte sich aber längere Zeit nicht, weil sie ihren im selben Bett schlafenden Mann nicht wecken wollte. Zum Abschluss gab der österreichische Ski-Tourist der Engländerin noch ein Bussi – und ging wieder.

„Ich hab mir einfach nichts dabei gedacht, dass eine Frau in meinem Bett lag“, versucht der Steirer vor Gericht zu erklären. Er nahm an, sein Ski-Freund und Zimmergenosse habe ein Mädel abgeschleppt – und der hätte gegen einen flotten Dreier sicher nichts eingewendet.

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