Schüsse, weil Türke nicht grüßte: 14 Jahre Haft

Urteil nicht rechtskräftig

Schüsse, weil Türke nicht grüßte: 14 Jahre Haft

Mordversuch: Vier Mal schoss ein Angeklagter auf sein Opfer und verletzte es lebensgefährlich. 

Sbg. Einen banaleren Anlass für einen Mordversuch gibt es wohl nicht: Weil das Opfer Murat U. (41) nicht grüßte, soll er von Dönerbuden-Besitzer Erol O. (54) auf offener Straße im Salzburger Stadtteil Lehen niedergeschossen worden sein. Der Schütze muss sich seit Montag wegen versuchten Mordes vor dem Landesgericht der Mozartstadt verantworten. Es drohen 20 Jahre Haft.

Zuvor soll der Angeklagte versucht haben, mit seiner Waffe ein Wettlokal zu überfallen, scheiterte jedoch.

Angeklagtem drohen bis zu 20 Jahre Haft

Auf seinem Weg zurück in seine Wohnung traf er zufällig das Opfer, das gerade sein Auto eingeparkt hatte. Als der 41-Jährige nicht grüßte, kam es zum Streit. Erol O. feuerte viermal auf den 41-Jährigen, traf ihn zweimal im Unterleib und einmal im Arm. Ein Projektil verfehlte das Ziel. Das Urteil stand zu Redaktionsschluss noch aus, es gilt die Unschuldsvermutung.

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Murat U. wurde auf offener Straße angeschossen.

14 Jahre unbedingte Haft

Der 54-jährige Angeklagte ist von einem Schwurgericht am Landesgericht Salzburg am Montagnachmittag wegen versuchten Mordes zu 14 Jahre unbedingter Haft verurteilt worden. "Das Urteil ist nicht recht rechtskräftig", sagte Gerichtssprecher Peter Egger der APA.

Der geständige Türke, der im Dezember 2017 in der Stadt Salzburg auf einen 42-jährigen Landsmann mit einer Pistole der Marke Walther P38 Kaliber neun Millimeter vier Schüsse abgefeuert und ihn schwerst verletzt hatte, wurde auch wegen versuchter schwerer Nötigung, gefährlicher Drohung und illegalen Waffenbesitzes schuldig gesprochen.
 
Das Gericht sprach dem Opfer 30.000 Euro Teilschmerzensgeld zu, wovon der Angeklagte 2.000 Euro heute bezahlt hat. Der 54-Jährige muss zudem 11.000 Euro der Gebietskrankenkasse an Behandlungskosten für das Opfer zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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