Corona-Notstand: Jetzt muss sogar Bundesheer in Pflegeheim aushelfen

Zu viele Fälle

Corona-Notstand: Jetzt muss sogar Bundesheer in Pflegeheim aushelfen

90 % der Bewohner sowie ein Großteil des Pflegepersonals wurden in dem Heim positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Jetzt eilt das Bundesheer zu Hilfe.

In steirischen St. Lorenzen im Mürztal legt das Coronavirus ein ganzes Pflegeheim still. 90 Prozent der 40 Bewohner wurden positiv auf Covid-19 getestet. Auch das Pflegepersonal ist massiv betroffen. 75 Prozent seien entweder infiziert oder als K1-Person in Quarantäne. Zu viel für die Einrichtung. Jetzt muss das Bundesheer zu Hilfe eilen.

Daher übernimmt das Heer ab Montag die Betreuung der Bewohner. Bis Mittwoch soll der Assistenzeinsatz dauern. Das Bundesheer wird ab morgen mit zumindest acht diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen aus dem Sanitätszentrum Graz und mit drei weiteren medizinischen Fachkräften die Betreuung der Bewohner aufrechterhalten, heißt es in einer Aussendung des Verteidigungsministeriums.

Angehörige erhalten kaum Infos

Wie ÖSTERREICH erfuhr, versuchten einige Angehörige seit Tagen mehr Infos von der Einrichtung zu erhalten. Bisher wurden die Betroffenen allerdings immer wieder vertröstet. Es wurde nur betont, dass man eine Task Force einrichten werde.

Tanner: Rasche Hilfe ist unerlässlich

„Gerade in solchen Fällen ist rasche Hilfe unerlässlich. Unser Bundesheer wird auch in diesem, außergewöhnlichen Fall rasch das notwendige Personal zur Verfügung stellen, um zu helfen. Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute und eine baldige Genesung“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der ÖVP-Ministerin gehe es gut, sie werde ihren Amtsgeschäften von zu Hause aus nachgehen, teilte ein Sprecher der Ministerin Sonntagabend der APA mit. Tanner war seit zehn Tagen als K1-Person in Quarantäne und darf nun weiter die eigenen vier Wände nicht verlassen.



 

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