Schwangere geschlagen, gewürgt, erstochen

17-Jährige zu Tode gequält

Schwangere geschlagen, gewürgt, erstochen

Das schwangere Mordopfer von Graz wurde vor seinem Tod schwer misshandelt.

Steiermark. Die Obduktion hat bestätigt, was für die erfahrenen Kripo-Ermittler von Anfang an eindeutig war: Leonie B., 17 Jahre alt und im 4. Monat schwanger, wurde am Montag in ihrer Wohnung an der Max-Mell-Allee 4 in Graz-Geidorf ermordet.

Neu ist: Das Mädchen wurde gewürgt und vermutlich mit einer Bratpfanne geschlagen, bevor es durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen gegen Hals und Nacken starb. Die Gerichtsmediziner sprechen von „massiver Gewalteinwirkung“. Tatwaffen dürften eine Schere gewesen sein, die der Täter blutverschmiert auf einem Wickeltisch ­abgelegt hatte und ein Messer, das ebenfalls sichergestellt wurde.

© APA/MARIO BÜHNER
Schwangere geschlagen, gewürgt, erstochen
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In diesem Wohnhaus im 2. Stock passierte die Bluttat.

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Schwangere geschlagen, gewürgt, erstochen
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Ermittler der Polizei in der Max-Mell-Allee in Graz.

Der Vater des ungeborenen Kindes, 19 Jahre alt, gebürtiger Grazer, arbeitslos, sitzt in Haft. Michael K. wurde in der Wohnung seiner Eltern quasi in seinem alten Kinderzimmer festgenommen.

Verdächtiger: ›Wollte bei ihr nur übernachten‹

U-Haft. Der 19-Jährige will nicht fest mit Leonie liiert gewesen sein, gab aber zu, am Montagabend bei ihr in ihrer Wohnung gewesen zu sein, weil er bei ihr übernachten wollte. Daraus sei aber nichts geworden, weil die beiden gestritten hätten. Mit dem Tod der angehenden Tierarzthelferin, die er schon seit Jahren kannte, will er aber nichts zu tun gehabt haben: „Als ich gegangen bin, hat Leonie noch gelebt“, sagte er aus.

Am Donnerstag wurde in der JA Graz-Jakomini die U-Haft über ihn verhängt. Für Michael „Mike“ K. gilt die Unschuldsvermutung.



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