Bundesheer Waffe

Körperverletzung: Korporal vor Gericht

Soldat schoss Kameraden Hoden weg

Aus Versehen hat ein Unteroffizier einem Rekruten den Genitalbereich durchschossen.

Kärnten/Steiermark. Es geschah bei einem Grenzeinsatz im Sommer in der ehemaligen Mickl-Kaserne in Bad Radkersburg: Aus der Pistole eines 27-jährigen Korporals der Miliz löste sich versehentlich ein Schuss, durchschlug einem jungen Rekruten den Unterleib. Der 20-jährige Oberösterreicher wurde gerettet, doch es musste ihm der rechte Hoden entfernt werden.

Der stellvertretende Gruppenkommandant muss sich wegen grob fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten, der Prozess wird ihm kommende Woche in Graz gemacht. Dass der Korporal seinen Kameraden nicht absichtlich verletzen wollte, bestätigen alle beteiligten Soldaten.

Die Schilderungen des Unfallhergangs gehen jedoch auseinander. Der Angeklagte gibt an, vergessen zu haben, seine Waffe zu entladen. Der Schuss habe sich gelöst, als er die Pistole aus dem Holster nahm.

Zeugen behaupten, er habe aus „Blödelei“ die Waffe auf den Oberschenkel des Rekruten gerichtet und abgedrückt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Korporal eine Haftstrafe, es gilt die Unschuldsvermutung.

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