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Klimawandel lässt Eis drastisch schmelzen

Alaska: Tiroler bei Kajak-Tour von Eisberg erschlagen

Das Boot des Trios kenterte in Alaska in sechs Grad kaltem Wasser – die drei hatten keine Chance.

Manfred B. war auf der ganzen Welt unterwegs. Als gelernter Bergwanderführer tourte der Innsbrucker mit Gruppen ebenso durch Kroatien wie über die Windward Islands der Kleinen Antillen in der Karibik. Zuletzt verschlug es den 62-jährigen Tiroler nach Kanada, wo er sich in British Columbia am Pazifik niederließ. Auch von dort aus führte er Touren für Touristen.

Zuletzt war er mit Deutschen aus der Nähe von Köln unterwegs. Mit dem Ärzte-Ehepaar Albrecht (67) und Elisabeth Sch. (69) besuchte er den malerischen Gebirgssee des Valdez-Gletschers in Alaska. Das Trio unternahm eine Kajaktour.

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Kajaktouren sind beliebt auf dem Gletschersee Valdez.

Innsbrucker starb
 auf einer Eisscholle

Offensichtlich sollen herabstürzende Eisbrocken im Gletschersee das Unglück ausgelöst haben. Die Kajaks kenterten und sowohl Manfred B. als auch das Ehepaar stürzten in den See, alle trugen Schwimmwesten. Doch im nur sechs Grad kalten Wasser war die Überlebenschance für den Österreicher und die beiden Deutschen gering. Maximal vier Minuten dauert es bei diesen Temperaturen bis zur Bewusstlosigkeit. Während das Paar ertrank, schaffte es der Innsbrucker noch auf eine Eisscholle. Doch hier erfror er.

In einer wasserdichten Schatulle fanden die Rettungsmannschaften die Ausweispapiere der Opfer. Die Hinterbliebenen sind inzwischen verständigt.

Durch Klimawandel häufen sich solche Tragödien

Die Eisschmelze ist derzeit aktiv im Gange in Alaska. Dass es bei Gletschern und Eisbergen immer wieder zu gefährlichen Abbrüchen kommt, ist bekannt. Allerdings sind sich Experten einig, dass die Gefahr dieser durch den Klimawandel essentiell gestiegen ist. Zwischen 1901 und 2016 stieg die Temperaturen in Alaska um 2,6 Grad. Ein Umstand, der wohl solch tragische Unglücke wie in Valdez zunehmen lässt. Auch in Valdez staunt man über diesen außergewöhnlich warmen Sommer.

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Der Gletschersee lockt das ganze Jahr zahlreiche Touristen an.

50 Jahre alter Temperaturrekord in Alaskas größter Stadt geknackt

"Ich lebe hier seit 32 Jahren. Es ist der wärmste Sommer, den ich je erlebt habe. Der Gletscher schmilzt schneller als sonst. Das Eis ist extrem instabil. Unsere Guides bleiben dem Eis fern", erklärt ein Kanu-Veranstalter aus Valdez gegenüber der "Bild". Erst Anfang Juli wurde in Alaskas größter Stadt Anchorage ein 50 Jahre alter Temperaturrekord gebrochen. Am 5. Juli wurden sagenhafte 32,2 Grad am internationalen Flughafen der Stadt gemessen.

Die Folgen des Klimawandels sind häufig katastrophal. Entlang der alaskischen Küste leiden die dort lebende Gemeinschaften von Ureinwohnern vielerorts unter den Folgen von Erosion. Der Dauerfrostboden, der rund 85 Prozent der Oberfläche Alaskas bedeckt, löst sich auf, wodurch Gebäude einstürzen und Ökosysteme zerstört werden.

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