Hier werden die beiden Corona-Patienten behandelt

Quarantäne in Innsbrucker Klinik

Hier werden die beiden Corona-Patienten behandelt

Das Coronavirus ist in Österreich angekommen. Zwei 24-Jährige wurden in Tirol positiv auf das Virus getestet.

In Tirol sind zwei Personen am Coronavirus erkrankt, bestätigte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gegenüber der APA. Eine zweite Testung verlief positiv. Eine betroffene Person stammt offenbar aus der Lombardei, genauere Informationen folgen im Laufe des Dienstags.

Noch ist unklar, wo sich die beiden Personen angesteckt haben. Die beiden 24-Jährigen seien jedenfalls "nicht lebensbedrohlich" erkrankt, sondern leiden bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert. Derzeit befinden sie sich in der Innsbrucker Klinik.

Unterdessen hat Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) angekündigt, eine eigene Ambulanz an der Innsbrucker Klinik für Coronavirus-Verdachtsfälle einzurichten.

© APA/ROBERT PARIGGER

In Österreich sind 59 Krankenhäuser für die Behandlung von Coronavirus-Verdachtsfällen und Covid-19-Erkrankungen ausgerüstet. Das Gesundheitsministerium hat am Dienstag eine Liste der Spitäler veröffentlicht. Die meisten gibt es mit 15 in Oberösterreich, gefolgt von 14 in Niederösterreich, acht in Tirol und sechs in Salzburg.

 

Jeweils fünf Einrichtungen, die für die Behandlung ausgestattet sind, gibt es in Kärnten und Vorarlberg, in der Steiermark sind es vier und im Burgenland ein Spital. In Wien ist das Kaiser-Franz-Josef-Spital die erste Anlaufstelle für Verdachtsfälle. Die dortige 4. medizinische Abteilung ist auf die Diagnose und Behandlung derartiger Virenerkrankungen spezialisiert. Wie viele Betten auf isolierten Stationen es österreichweit gibt, war am Dienstag zunächst nicht eruierbar.

Für Wien sprach man im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker von einer Kapazität von bis zu "einigen hundert Betten". Man könne bei Bedarf sogar zwei Spitäler komplett für Patienten mit Covid-19-Erkrankungen zur Verfügung stellen. In der Bundeshauptstadt waren schon vor Wochen die Vorbereitungen für den Fall der Fälle angelaufen.

Wer Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll zu Hause bleiben. Der Kontakt zu anderen Personen soll minimiert und das Gesundheitstelefon 1450 angerufen sowie die dort erhaltenen Anweisungen genau befolgt werden.
 

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