Goldenes Dachl wieder komplett

Gestohlene Schindeln gefunden

Goldenes Dachl wieder komplett

Wurde per Post ans Bundesdenkmalamt in Tirol geschickt.

Der "Krimi" rund um acht gestohlene Schindeln des Goldenen Dachls in Innsbruck hat am Dienstag ein vorläufig gutes Ende genommen. Die letzte, fehlende Schindel war nämlich in der Früh aufgetaucht. "Ja, sie war bei uns in der Post", bestätigte Landeskonservator Werner Jud vom Bundesdenkmalamt Tirol einen Bericht von "ORF Radio Tirol". Zur Spurensicherung sei auch sie dem Landeskriminalamt übergeben worden.

"Sie war vorsichtig eingepackt und unversehrt", sagte Jud. Dennoch sei durch das Herausreißen ein Schaden am Dachl entstanden. Auch andere Schindeln seien beschädigt worden. Lediglich unter Aufwand könne das Wahrzeichen der Tiroler Landeshauptstadt von einem Spezialisten repariert werden. "Das wichtigste ist, dass wir sie im Originalzustand wieder haben", zeigte sich der Landeskonservator erleichtert.

Die acht Schindeln waren in der Nacht auf Freitag, den 13. April, gestohlen worden. Unbekannte Täter hatten das für Restaurationsarbeiten aufgestellte Baugerüst erklommen und die vergoldeten Dachziegeln entfernt.

Schindeln an öffentlichen Plätzen abgelegt
Einen beziehungsweise zwei Tage später tauchten schließlich insgesamt fünf Schindeln wieder auf. Sie waren an öffentlichen Plätzen so abgelegt worden, dass "man sie finden sollte", hatte der zuständige Kriminalbeamte daraufhin erklärt. Zwei Schindeln wurden am Samstag in Schwaz, drei am Sonntag in Innsbruck entdeckt. Die Auswertung von DNA-Spuren sei im Laufen, hieß es danach.

Am 16. April wurden zwei weitere Goldschindeln gefunden. Der oder die Täter hatten sie in einem Postkasten in der Nachbargemeinde Hall in Tirol deponiert. Die "Souvenirs" waren separat in einem durchsichtigen Plastiksack gewickelt.

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