Ein Skitourengeher ist Montagvormittag in den Lechtaler Alpen im Gemeindegebiet von Kaisers in Tirol (Bezirk Reutte) von einer Lawine komplett verschüttet worden.
Der einheimische Pensionist wurde von seiner Begleiterin geortet und ausgegraben. Anschließend wurde er ansprechbar ins Bezirkskrankenhaus Zams geflogen, hieß es von der Alpinpolizei zur APA. Genauere Angaben zum Zustand des Wintersportlers wurden nicht gemacht.
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Die beiden Senioren waren im Anstieg in Richtung Hintersee bzw. Vorderseespitze gewesen, als sich kurz vor 11.00 Uhr auf rund 2.000 Metern Seehöhe im hochalpinen Bereich in einer Rinne die Lawine löste. Der Tourengeher wurde rund 80 Höhenmeter mitgerissen, schätzte Alpinpolizist Stefan Becker. Der betroffene Bereich sei "relativ steil" gewesen. In die Rinne war außerdem recht viel Schnee "eingeblasen", beschrieb Becker die Situation.
Die Begleiterin des Mannes setzte sofort den Notruf ab und begann mit der Kameradenrettung. Der Einsatz gestaltete sich indes schwierig, nachdem es im betroffenen Kaisertal nur schlechten Empfang gab.
Lawinenwarnstufe zwei im betroffenen Gebiet, am Dienstag "große Gefahr"
Zwei Notarzthubschrauber, ein Polizeihubschrauber, Bergrettung, Alpinpolizei und Hundeführer waren im Einsatz. Am Montag herrschte im betroffenen Gebiet über der Waldgrenze Lawinenwarnstufe zwei auf der fünfteiligen Skala und damit nur mäßige Gefahr.
Am Dienstag steigt die Lawinengefahr jedoch erheblich. Die Experten vom Lawinenwarndienst gaben im Tagesverlauf für große Teile des Landes Warnstufe vier aus. Neuschnee und starker Wind können zu spontanen und großen Lawinen führen. Die Gefahrenstellen seien bei der schlechten Sicht kaum zu erkennen, hieß es. Die Verhältnisse seien daher "ungünstig". Am Dienstag soll eine Kaltfront 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee im Gebirge bringen.