Herzstich für Ehemann: Wienerin freigesprochen

Notwehr statt Mordvorwurf

Herzstich für Ehemann: Wienerin freigesprochen

Geschworene billigten ihr Notwehr-Situation zu - vorsitzende Richterin: "Damit gehen Sie nach Hause."

Wien. Eine 38-jährige Wienerin, die ihren Ehemann mit einem Stich ins Herz erstochen hatte, ist am Donnerstagabend am Landesgericht vom Mordvorwurf freigesprochen und nach der Verhandlung auf freien Fuß gesetzt worden. Die Geschworenen billigten ihr einstimmig zu, in gerechtfertigter Notwehr gehandelt zu haben. "Damit gehen Sie nach Hause", meinte die vorsitzende Richterin nach der Urteilsverkündung.
 
Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab. Obwohl sich bei der Urteilsverkündung Verwandte des Getöteten und der Angeklagten im Publikum befanden und im Vorfeld - abhängig vom Verfahrensausgang - Unruhe unter den Zusehern befürchtet worden war, blieb es vollkommen ruhig. Die vorsorglich sechs abgestellten Justizwachebeamten mussten nicht einschreiten.
 


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