Kopfschuss nach Taser-Einsatz: Familie fordert Aufklärung

25-Jähriger tötete sich vor Augen der Polizei

Kopfschuss nach Taser-Einsatz: Familie fordert Aufklärung

Ein Verkehrsrowdy, der nach Hause geflüchtet war, starb unter ungeklärten Umständen. 

Wien. Nenad M. – Serbe, Security und Kasten von einem Mann, der sich im Umfeld der Rockergruppe United Tribuns bewegte – hatte sich auf der Ottakringer Straße eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Wie berichtet, schoss er dabei wohl im Rausch oder auf Drogen mehrmals aus dem Auto heraus in die Luft und überfuhr fast einen Beamten. Dann raste er nach Hause in die Fernkorngasse, wo wenig später die WEGA die Tür aufbrach und in die Wohnung eindrang, um den 25-Jährigen zu verhaften.

Die Amtshandlung ging gründlich schief: Als Nenad M. drohte, sich zu erschießen, wurde er mit einem Elektroschocker ausgeknockt. Als er sich erholte – und die Beamten es nicht schafften, ihn zwischenzeitlich zu entwaffnen –, setzte er erneut die Waffe an den Kopf – und drückte ab. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst war die Wirkung des Tasers angeblich zu kurz, um den Lebensmüden zu entwaffnen. Das LKA NÖ übernahm die (internen) Ermittlungen, eine Obduktion wurde angeordnet.

Top-Anwalt Philipp Wolm indes übernahm die Vertretung der Hinterbliebenen und fordert wie auch die Familie eine „lückenlose Aufklärung“ der letztlich tödlichen Geschehnisse.

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Kopfschuss nach Taser-Einsatz: Familie fordert Aufklärung
Anwalt Philipp Wolm vertritt Hinterbliebenen.

(kor)



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