Trotz Chemotherapie kein Impftermin
Krebskranker: 'Man lässt mich im Impf-Chaos untergehen'
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Wien. Gerhard G. (57) hat einen jahrelangen Kampf gegen den Krebs hinter sich – seit 2013 ist er immer wieder in Chemotherapie in der Klinik Ottakring. Derzeit ist er in einer medikamentösen Chemo.
Wer, wenn nicht er ist ein Hochrisikopatient?
Fürs Wiener Gesundheitssystem, das angeblich beste der Welt, ist das aber noch lange nichts. Es schickte ihn auf eine monatelange Bürokratie-Odyssee: „Ich habe mich im Jänner beim Impfservice.wien online zur Corona-Impfung angemeldet. Bis 17. März habe ich nichts gehört. Dann rief ich 1450 an. Nach einer Stunde und fünf Minuten Wartezeit hob jemand ab. Ich bekam ausweichende Antworten und wurde gefragt, ob ich mich nochmals anmelden will.“
Großes Chaos
Auf die naheliegende Frage „Warum?“ gab es wieder keine Antwort. „Letztlich wurde ich von der Dame noch einmal angemeldet. Ich weiß nicht, ob ich jetzt wieder hinten angereiht bin oder ob ich zwei Mal angemeldet bin und wann ich jemals drankomme. Es kann doch nicht sein, welches Chaos hier herrscht. Das Gesundheitssystem lässt mich untergehen.“
ÖSTERREICH greift ein
Als ÖSTERREICH das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker damit konfrontierte, gab es als erste Reaktion sofort eine Kontaktaufnahme mit Gerhard G. – immerhin.
Und als Erklärung hieß es: „Wir haben 46.000 Hochrisikopatienten registriert, 43.000 davon sind über 65 Jahre, die zuerst drankommen. Wegen des Impfstoffmangels vergeben wir nur kurzfristige Termine.
Es ist möglich, dass Herr G. deshalb noch keinen Termin hat.“ ÖSTERREICH wird jedenfalls dranbleiben
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