Körperverletzung & Raub

Nach Prügelvideo: Leonie wieder vor Gericht

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Die einstige Anführerin einer Jugendbande prügelte 2016 eine 15-Jährige ins Spital. Jetzt schlug sie wieder zu.

Leonie, jenes Mädchen, das im Herbst 2016 als 16-Jährige für Schlagzeilen gesorgt hatte, indem sie sich als Anführerin einer Prügel-Bande betätigte, hat am Montag wieder das Wiener Landesgericht für Strafsachen beschäftigt. Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis soll die inzwischen 18-Jährige erneut zugeschlagen haben und an einem Raub beteiligt gewesen sein.

Für die seinerzeitige Attacke auf eine 15-Jährige, der ein doppelter Kieferbruch zugefügt wurde - das mitgeschnittene Video der gewalttätigen Szenen hatte sich im Internet verbreitet und war breit diskutiert worden -, und andere Vergehen hatte das Mädchen eine teilbedingte Freiheitsstrafe ausgefasst. Im Juni 2017 wurde sie aus dem Gefängnis entlassen. Nur wenige Wochen später soll sie einer erst 15-Jährigen Schmiere gestanden haben, als diese in der Krottenbachstraße einer älteren Frau mit Gewalt die Handtasche entriss.

Im Mai 2018 soll Leonie dann eine Bekannte im Prater geschlagen haben - angeblich ging es dabei um einen Burschen, auf den die Verdächtige ein Auge geworfen hatte, weshalb sie es nicht goutierte, dass eine andere mit diesem sprach. Im Juni soll sie schließlich einen anderen Burschen dazu angestiftet haben, einem jungen Mann eine Tracht Prügel zu verpassen, auf den sie nicht gut zu sprechen war.
 

Nur "ein paar Watschen"

Die Angeklagte bekannte sich vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Andreas Hautz) zu sämtlichen Vorwürfen nicht schuldig. Dem Mädchen habe sie im Prater zwar "ein paar Watschen gegeben", doch wäre diese dabei nicht verletzt worden. Mit der behaupteten Anstiftung zu einer Körperverletzung habe sie eben so wenig zu tun wie mit der angeblichen Beteiligung am Raub. Zum Zeitpunkt dieser Straftat habe sie die Täterin noch gar nicht gekannt, meinte die 18-Jährige.

Letztere bestätigte das vor Gericht, während sie der Polizei gegenüber noch ausführlich die Rolle der 18-Jährigen geschildert hatte. "Eigentlich war sie nicht dabei", gab die 15-Jährige nun zu Protokoll. "Eine andere" habe ihr geholfen, wobei sie schließlich den Namen der Betreffenden nannte. Zur ergänzenden Beweisaufnahme wurde die Verhandlung auf Ende November vertagt.
 

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