Punsch

So bessern Stände ihre Einnahmen auf

oe24-Test: Fieser Punsch-Trick enthüllt

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Vielen Advent-Fans vergeht gerade auf den Märkten die Lust an Glühwein und Co.

Wien. Die Adventmärkte werden gerade gestürmt, als wäre schon morgen Weihnachten. Was dazugehört, ist ein Besuch am Punschstand. ÖSTERREICH machte – nachdem sich einige Leser bei uns beschwert hatten – under­cover den Test: Was sind die Tricks der Standbetreiber?

Messbecher. Wir genehmigen uns einen Punsch vor dem Wiener Stephansdom. 4,90 Euro kostet der billigste, dazu noch 5 (!) Euro Einsatz. Das Häferl hat ein Fassungsvermögen von einem Viertel Liter (250 ml). Beim ersten Stand bekommen wir 220 ml eingeschenkt – es fehlen 12 %. Noch schlimmer beim nächsten Stand: 200 ml im Häferl, es fehlen 20 %. Der Punsch sollte also um einen Euro billiger sein!

Punsch
© TZOe Fuhrich
× Punsch

Schaum im Becher. Ein anderes Test-Team bestellt am Sonntag zwei Glühweine. Schock 1: Der Verkäufer verlangt 24 Euro (inkl. Pfand). Schock 2: Das Häferl ist zu zwei Drittel mit dem Getränk gefüllt, der Rest ist Schaum. Anfrage an der Ausschank: „Der Zapfhahn ist wohl defekt, der Glühwein schäumt deshalb sehr.“ Trick oder Zufall?

Verwässern. ÖSTERREICH fragt einen Szene-Insider – was ist der einfachste Trick? „Die meisten machen den Punsch nicht frisch, sondern kaufen ihn im Kanister. Pro 10 Liter, kann man 1 Liter Wasser dazumischen – das spürt kaum wer.“

Teuerung. Um bis zu 12,5 % steigen die Preise heuer an den Ständen. Becherpreis von mehr als 7 Euro ist schon normal. Und: Auch der Bechereinsatz ist gewaltig gestiegen. Mittlerweile 4 bis 5 Euro. Viele Gäste vergessen oder verzichten auf das Retournieren – ein fettes Zubrot für die Stände.

Punsch
© TZOe Fuhrich
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Wareneinsatz. „Maximal 10 bis 25 Cent kostet der Punsch in der Produktion“, sagt ein Gastro-Experte. Beim preiswerten Punsch wäre das ein Profit von 1.860 %! Zugegeben: Davon müssen die Standler noch Miete, Personal und sonstige Nebenkosten bezahlen.

Prost! Vor einigen Jahren hat der VKI den Inhalt intensiv getestet: Im Glühwein gab es mehr Zucker als in ­einem Cola.

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