Prügel-Vater verbrannte in Wohnung

Frau und 3 Kinder in Frauenhaus geflüchtet

Prügel-Vater verbrannte in Wohnung

Zum tödlichen Zimmerbrand in einem Wohnhaus in Favoriten kam es nach einer Explosion. 

Wien. Wer nur die Polizei- und Agenturmeldung über den Feuerwehreinsatz Mittwochabend in der Quellenstraße kennt, kann nie erahnen, welche (Familien-)Tragödie hinter dem Vollbrand in einer Erdgeschoßwohnung im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses steckt: Bei dem toten Mann, der völlig verkohlt in seinem Bett aufgefunden wurde, handelt es sich nämlich ÖSTERREICH-Infos zufolge um einen 41-jährigen Serben, der Anfang Mai dieses Jahres an derselben Adresse schon einmal für einen Riesen-Einsatz gesorgt hatte.

Damals war der Mieter mit einem gröberen Alkoholproblem wieder einmal mit bloßen Fäusten auf seine Frau und seine drei Kinder losgegangen. Die Gattin und die drei Buben sprangen durchs Fenster ins Freie und versteckten sich bei Nachbarn. In der Zwischenzeit verschickte der weiter Tobende WhatsAPP-Nachrichten mit dem Foto einer Waffe, wonach er damit rumballern und nicht nur sich selbst etwas antun würde – worauf die alarmierte Polizei den halben Bezirk abriegelte, bis die Wega in die Wohnung eindrang und den Prügel-Vater, der plötzlich den nervlich kollabierten Kranken mimte, mit der Rettung abführte. Die Waffe war zum Glück nur Spielzeug, die Familie wohnt seitdem im Frauenhaus.

Scheidung. Vor einem Monat dann endlich die Scheidung, die der Mann aber so gar nicht verkraftete. Jetzt soll er laut Anwohnern nur noch rund um die Uhr getrunken und gestänkert haben, und warum um 22.20 Uhr die Flammen losbrachen – dabei war auch ein Knall zu hören –, steht noch nicht hundertprozentig fest. Im Raum steht ein Unfall: Möglicherweise ist er mit der Zigarette im Bett eingeschlafen, der Brand breitete sich in die Küche aus, wo auch Gaskartuschen standen, die laut explodierten. Oder das Todesfeuer wurde vom Mieter selbst absichtlich herbeigeführt. Zwei Nachbarn erlitten in der Nacht des Feuers Rauchgasvergiftungen, eine Bewohnerin stolperte und brach sich den Fuß.



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