Coup seit Herbst vorbereitet

Schließfach-Täter waren ganze Horde

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Mittlerweile geht man von mindestens 7 Komplizen aus, die aber jede Menge Helfer gehabt haben müssen.

Wien/NÖ. Auf den ersten Blick gab es nur eine Ausnahme: jenen Mann mit grauer Haube und MNS-Schutz, der am Freitag, dem 13. November, offenbar ganz allein die Depots einer Raika in der Muthgasse in Döbling plünderte. Doch auch er könnte einen Fluchtfahrer gehabt haben – andererseits ist der Bahnhof Heiligenstadt nur wenige Meter entfernt …

Zeitgleich schlugen an jenem Abend, wie ausführlich berichtet, ein Pärchen in einer Raiffeisen-Bank in Mödling sowie zwei Männer in einer Bank Austria in Klosterneuburg zu. In beiden Fällen sind jetzt Videos aufgetaucht, die weitere Komplizen bzw. die Haupttäter in unterschiedlicher Verkleidung zeigen.

100.00 Euro Belohnung für entscheidende Tipps

Was die Display-, Datums- und Uhrzeitanzeigen auf den Standfotos der Überwachungsfilme noch verraten: Die Corona-Masken-Bande hat die Coups generalstabsmäßig durchgezogen und monatelang vorbereitet: So gibt es etwa Ü-Pics vom 24. und 25. Oktober. Möglicherweise wurden genau an diesen Tagen die Skimming-Geräte zum Absaugen der Zutrittsdaten zum Diskretraum der Selbstbedienungssafes installiert und in dem Raum Minikameras (in einem Lichtspot an der Decke) montiert, um die PIN-Codes der Kunden auszuspionieren. Für Hinweise, die auf die Spur der wohl internationalen Bande führen, sind 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Die wichtigsten Fragen: Wer erkennt eine Person bzw. wo sind sie in Wien und Umgebung abgestiegen – wo doch ab 3. November der harte Lockdown galt und keine Hotels und Pensionen mehr offen halten durften?

Zu befürchten steht, dass es noch mehr Mittäter bei dem 25-Millionen-Coup (Chefplaner, Fluchtfahrer oder eben Quartiergeber) gab.

(kor)

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