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Spitäler: Gagen für Berater explodierten ums Zehnfache

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Eine Anfragebeantwortung deckt horrende Beraterkosten im KAV auf.

Wien. Die Beantwortung einer Gemeinderatsanfrage der ÖVP durch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker zeigt auf, wie hoch die Kosten für externe Berater im Wiener Krankenanstaltenverband tatsächlich sind: Insgesamt wurden im Vorjahr stolze 17,98 Millionen Euro dafür verbraucht.

Der SP-Stadtrat weist auch darauf hin, dass das niedriger ist als seine Vorgängerin Sandra Frauenberger veranschlagt hatte: „Im Vergleich zum Voranschlag 2018 wurden die Kosten von geplant 20,60 Millionen auf 17,98 Millionen Euro im Rechnungsabschluss für 2018 gesenkt.“

Selbst Berater rieten zu Beratungs-Einsparung

Rechnungshof. Der Stadtrechnungshof hatte freilich schon 2016 die horrende Höhe der Berater-Gagen kritisiert, dabei war zutage getreten, dass sogar eine Beratungsfirma dringend empfohlen hatte, die Beratungshonorare um 3,85 Mio. € zu senken.

ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch gibt sich mit Hackers Antwort genau deshalb nicht zufrieden.

Kostenexplosion seit dem Jahr 2008

Kritik. Er hat eine Zeitreihe erstellt, wie sich die Beratungskosten im KAV seit 2001 entwickelt haben – ohne Rechtsanwalts- und Prüfkosten etwa für externe Hygieneüberprüfungen oder Brandschutz explodierten die echten Beraterkosten von 900.000 auf 11,27 Millionen Euro um mehr als das Zehnfache.

Auch seit dem kritischen Rechnungshof-Bericht 2016 und der Empfehlung eines Beraters, fast vier Millionen bei Beratungskosten einzusparen, stieg im KAV der echte Aufwand ohne Prüfkosten von damals 6,9 Millionen noch einmal an – um mehr als 4 Millionen Euro.

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