Blitzgeburt im Auto

Umweg wegen Corona

Blitzgeburt im Auto

Ganz schön eilig hatte es die kleine Melody in Wien, auf die Welt zu kommen.

Wien. Vergangenen Freitag wurde Martin K. (37) von seiner hochschwangeren Frau Stefani mit den Worten „Ich glaub, es geht los“ aus dem Schlaf gerissen. Die Familie schnappte sofort ihren Sohn Jason (2) und sprang ins Auto. Doch bevor es Richtung Spital ging, musste der 37-Jährige wegen Corona noch einen Umweg machen. „Da Kinder derzeit wegen Covid-19 nicht mit ins Spital dürfen, wollte ich meinen Sohn schnell zu seiner Oma bringen“, schilderte Vater Martin.
 
Es waren genau jene ­Minuten, die letztlich fehlten, um rechtzeitig im Kreißsaal anzukommen. „Auf der Donauuferautobahn sagte meine Frau plötzlich ‚Schatz, die Kleine kommt‘“, so K., der sofort abfuhr, die Rettung rief und schließlich mitten auf der Floridsdorfer Brücke anhalten musste.

›Als Polizei kam, habe ich schon ihren Kopf gesehen‹

„Als die Polizei kam, habe ich bereits den Kopf der Kleinen gesehen.“ „Während eine Beamtin den 2-Jährigen beschäftigte, half mir ihre Kollegin bei der Entbindung. Zum Glück ging alles gut“, so der stolze Vater. Die 50 Zentimeter große, 3,3 Kilo leichte Melody Hope Stefani erblickte schließlich um 2.06 Uhr gesund das Licht der Welt. Dienstag bedankte sich die glückliche Familie bei den Geburtshelfern. „Nun hoffen wir auf ein 2. Weihnachtswunder. Das wäre eine größere Wohnung in Simmering“, sagte Martin K. zu ÖSTERREICH.
 
C. Kurtisch
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