Doppelpass: Italien übt scharfe Kritik

Regierungsprogramm

Doppelpass: Italien übt scharfe Kritik

Die Entscheidung von ÖVP und FPÖ, die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler ins Regierungsprogramm aufzunehmen, wird mit Sorge in Rom beobachtet. Benedetto Della Vedova, Staatssekretär im italienischen Außenministerium, warnte vor der Gefahr eines "ethnischen Nationalismus" in Österreich.

Das Versprechen, Italiener deutscher oder ladinischer Sprache die österreichische Staatsbürgerschaft zu gewähren, könne als "Ethno-Nationalismus" betrachtet werden, so Della Vedova. "Das, was aus Wien ertönt, ist keine europafreundliche, sondern eine nationalistische Musik", kommentierte er.

"Die Staatsbürgerschaft auf ethnischer Basis zu gewähren, hätte äußerst gravierende Folgen zum Beispiel im Balkan-Raum. Dies würde zum Wiederaufflammen territorialer Forderungen führen, was das friedliche Zusammenleben der Länder auch im EU-Raum beeinträchtigen würde, wo es Bürger verschiedener Kulturen und Sprachen gibt", betonte Della Vedova auf Facebook.
 

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