Rassentheorie bei Graf-Verein

Skandal-Vortrag

Rassentheorie bei Graf-Verein

Die Burschenschaft Olympia des dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf holt ­einen Rassentheoretiker zu einem Vortrag nach Wien.

Für den 27. Februar lädt die Burschenschaft Olympia, deren prominentestes Mitglied der 3. Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) ist, zum Vortrag in ihre „Bude“ in der Gumpendorfer Straße: J. Philipp Rushton referiert über Rasse, Evolution und Verhalten. Der Psychologie-Professor an der kanadischen Universität West-Ontario, hält Schwarze für weniger intelligent als Weiße.

Seine Thesen fasst die Olympia so zusammen: „Schwarze führen bei Studien über den Muskelaufbau, aber auch bei Kriminalitätsraten, außerehelichen Kindern sowie HIV-Infizierungen.“ All das sei genetisch und nicht durch schlechtere Lebensbedingungen für Schwarze in den USA und Europa oder die Nachwirkungen des Kolonialismus in Afrika bedingt. Rushton ist auch Präsident des 1937 in den USA gegründeten Pioneer Fund, der enge Verbindungen zu NS-Wissenschaftlern unterhielt – Ziel war ursprünglich eine Art Zuchtprogramm für Weiße. Graf teilt Rushton’s Ansichten: Er glaube schon, dass es ­biologische Unterschiede gebe, sagte er erst im Dezember 2009 im ÖSTERREICH-Interview. SPÖ-Abgeordnete Laura Rudas fordert Grafs Rücktritt.

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