Wenn der Bonus zum Malus wird

Flugmeilen

Wenn der Bonus zum Malus wird

Wer Luxus an Bord eines Fliegers schätzt, bucht Business. Wird der begehrte Sitzplatz über Umwege ergattert, setzt es Kritik.

Seit 15 Jahren entzückt das Miles&More-Programm in der Regel die Fluggäste von AUA, Lufthansa & Co.: Wer viel fliegt und somit Meilen auf der persönlichen Kundenkarte sammelt, kann diese als Bonus für Geschenke oder neue Flüge wieder einlösen. Für einige Politiker entwickelte sich das aber zum Malus. Prominentestes Beispiel ist Gregor Gysi, der im Juli 2002 als Berliner Bürgermeister und Wirtschaftssenator zurücktreten musste. Als Begründung gab der PDS-Politiker die private Nutzung von dienstlich (als Abgeordneter) erworbenen Meilen an.

KHG-Upgrade
Im Dezember 2004 sparte der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser bei seinem Malediven-Urlaub mit Freundin Nathalia Corrales-Diez rund 1.300 Euro. Im Unterschied zu Gusenbauer nahm Grasser aber keine persönlichen Vouchers dafür in Anspruch, sondern flog „auf Anweisung des AUA-Generaldirektors“ Business. Grasser vertrat als Finanzminister die Republik Österreich als Anteilseigentümer der AUA.

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