Rudi Anschober

Ex-Gesundheitsminister teilt aus

Anschober: 'Etabliertes System von Kurz katastrophal'

Der ehemalige Gesundheitsminister hatte am gestrigen Sonntag seinen ersten großen TV Auftritt nach seinem Rückzug.

Die kritischen Worte Anschobers sind sicherlich kein Zufall, hatte der ehemalige Gesundheitsminister bereits bei seiner Rücktrittsrede davon gesprochen sich "alleine gelassen gefühlt zu haben". Bei einer Diskussionssendung am späten Sonntagabend sparte Anschober nicht mit Kritik an Ex-Kanzler Kurz. "So könne es nicht mehr weitergehen und es sei richtig das die Konsequenzen gezogen wurden", so Anschober.

Anschober rechnet damit, dass Kurz die Anschuldigungen gegen ihn "noch intensiv" beschäftigen werden. Einen etwaigen Misstrauensantrag der Opposition gegen Kurz verteidigte Anschober deutlich. Wäre Kurz nicht aus freien Stücken als Kanzler abgetreten, wäre ein Misstrauensantrag legitim gewesen, so Anschober.

Auch sei er über Vorgänge von Kurz" manchmal überrascht gewesen". Die jetzigen Anschuldigungen zeigen aber, "ein System etabliert wurde, das katastrophal ist, das verheerend ist“. Für Anschober sind auch die im Raum stehenden Praktiken von Kurz ein Mitgrund für den Vertrauensverlust in die Politik. Um dieses verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen, müssen alle Anschuldigungen aufgeklärt werden, so Anschober. Auch fordert er keinerlei Störmanöver gegen die Justiz.

Einen positiven Ausblick hatte Anschober aber auch parat. Jede Krise hat einen Wendepunkt in der Politik,“ so der Ex-Grüne Gesundheitsminister abschließend.



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