Diese Killer-Drohne tötete Irans General Soleimani

Die US-Luftwaffe nennt sie "Sensenmann":

Diese Killer-Drohne tötete Irans General Soleimani

Die Bilder der Leiche des iranischen Terror-Generals Ghassem Soleimani sind zu schrecklich, um gezeigt zu werden. Den Angriff führte eine MQ-9-Drohne aus, genannt "Reaper" ("Sensenmann").

Die Killer-Drohne der US-Luftwaffe hat mit 20,12 Meter eine fast doppelt so große Spannweite wie ein Eurofighter, sie wiegt beim Start 4763 Kilo und kann bis zu 27 Stunden in der Luft bleiben: Diese MQ-9-Drohne wurde auch bei der Jagd auf den iranischen General Ghassem Soleimani (52) im Irak eingesetzt (wir berichteten). Aus einer noch immer extrem großen Entfernung zum Zielobjekt hat die 482 km/h schnelle MQ-9 ihre "Hellfire"-Raketen ausgelöst, die mit einem Laserlenksystem ins Ziel gesteuert werden.

Die Drohne wurde mit ziemlicher Sicherheit von einem Luftwaffenstützpunkt von Deutschland aus gesteuert. 

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Die Zerstörungskraft dieser Raketen (Stückpreis: 110.000 Euro) ist gewaltig: Wie die Fotos vom Einschlag in Soleimanis Wagen zeigen, wurde dem General bei der Explosion der gesamte Unterkörper abgetrennt, auch seine Bodyguards waren sofort tot.

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Gesteuert wird die Killer-Drohne per Satellitenverbindung von Piloten auf US-Stützpunkten. Der fliegende "Sensenmann" hat eine Reichweite von bis zu 3065 Kilometern, kann bis zu 15.400 Meter hoch steigen und Raketen sowie ballistische Bomben mit einem Gesamtgewicht von 1815 Kilo transportieren. Die US-Streitkräfte wollen die Zahl ihrer "Reaper"-Drohnen von 28 auf 329 Stück aufstocken.

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Video soll Angriff auf Iran-General zeigen

Der iranische General Ghassem Soleimani (62) wurde bei einem gezielten US-Drohnenangriff auf den Flughafen Bagdad (Irak) getötet.

Nun ist ein Video aufgetaucht, dass die Explosion des Autos, in dem der General saß, zeigen soll. Der Clip stammt vermutlich aus einer Überwachungskamera am Flughafen Bagdad. Der irakische Propaganda-Sender Ahad-TV, der zur Terrormiliz Asaib al-Haqq gehört, die unter Soleimanis Kommando stand, veröffentlichte die Aufnahmen. 

 

 

Trump: Wir wollen keinen Krieg mit Iran

US-Präsident Donald Trump hat nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani versichert, er wolle weder einen Krieg mit dem Iran, noch einen Regimewechsel in Teheran. "Wir haben vergangene Nacht gehandelt, um einen Krieg zu stoppen", sagte Trump am Freitag in seinem Golfclub in Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida. "Wir haben nicht gehandelt, um einen Krieg zu beginnen."
 
"Wir wollen keinen Regimewechsel", fügte Trump hinzu, also einen Sturz der Regierung in Teheran. Der Iran müsse aber seine Aggressionen im Nahen Osten und die "Destabilisierung" seiner Nachbarn "jetzt" beenden. Er sei bereit alles zu tun, was nötig sei, um Amerikaner zu schützen, betonte Trump.
 

Trump: "Soleimani ist weltweiter Terrorist Nummer 1"

Soleimani sei der weltweite "Terrorist Nummer 1" gewesen, sagte Trump in seiner ersten Ansprache zur Tötung des einflussreichen Generals. Der Kommandant der berüchtigten al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden habe "unmittelbar bevorstehende und finstere Angriffe auf US-Diplomaten und Militärangehörige" geplant. "Wir haben ihn auf frischer Tat ertappt und ausgeschaltet", sagte Trump.
 
Der Tod unschuldiger Menschen sei Soleimanis "kranke Leidenschaft" gewesen, sagte der US-Präsident. Der General habe zu Terrorplänen an weit entfernten Orten wie "Neu Delhi und London" beigetragen. 20 Jahre lang sei Soleimani zudem für "Terrortaten zur Destabilisierung des Nahen Ostens verantwortlich" gewesen. Seine "Herrschaft des Terrors" sei nun vorbei.
 
"Was die USA gestern getan haben, hätte schon vor langer Zeit getan werden sollen", sagte Trump. "Dann wären viele Menschenleben gerettet worden."
 
"Unter meiner Führung ist die US-Politik gegenüber Terroristen, die Amerikanern schaden oder schaden wollen, eindeutig", sagte der US-Präsident. "Wir werden euch finden. Wir werden euch ausschalten. Wir werden immer unsere Diplomaten, Soldaten, alle Amerikaner und unsere Verbündeten schützen."
 
Soleimani war in der Nacht zum Freitag bei einem US-Drohnenangriff unweit des Flughafens von Bagdad getötet worden. Die Folgen sind noch nicht absehbar: Der Iran hat Vergeltung angedroht, international wird eine Gewalteskalation im Nahen Osten befürchtet.
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