Josef Kalina

Autofahrer gegen Radler

Ex-Kanzlersprecher sorgt mit Radl-Tweet für Wirbel

Der Ex-SP-Politiker Josef Kalina zog mit einer Aussage die Wut der Twittergemeinde auf sich.

Alles fing mit einem einfachen Tweet an. Ein User postete ein Foto eines Radweges, der gut gesichert neben einer Straße verläuft. Darüber kommentierte er das Bild mit: "So gehen Radwege gegen die Einbahn. Nicht die Todesstreifen, die es in Wien so gibt ..."

Dann schaltete sich der Ex-SPÖ-Bundesgeschäftsführer und einstiger Kanzlersprecher von Viktor Klima (SPÖ) Josef Kalina in die Diskussion ein. "Jetzt bräuchte man halt so breite Straßen", versuchte er Wien zu verteidigen. Und setzte dann noch einen drauf: "Ich kämpfe dagegen, dass das sympathische Sportgerät Rad von einer extremen Minderheit zum ganzjährigen Verkehrsmittel uminterpretiert wird, einfach weil man Autos hasst."

Diese Aussage traf bei anderen Usern auf Unverständnis und Zorn. "Wir brauchen ganz sicher unbedingt dringend mehr Autos und weniger Fahrräder in der Stadt, gell? Bissi ang'rennt wo?", fragt einer wütend. Kalina versucht sich zu erklären. Das sei nicht das Thema, so der PR-Berater. "Aber das nutzenlose Autoverkehr Behindern (siehe Getreidemarkt, Lidlgasse oder 30er auf Hauptverkehrsstraßen) um seiner selbst Willen, das nervt viele (mich auch)", kontert er.

 



 

 

"Wegen euch brennt dieser Planet"

"Es ist so traurig, wenn (alte, weiße Männer) Leute glauben, das Auto wäre der heilige Gral des Verkehrs und das Fahrrad nur ein Hobby. Wegen euch brennt dieser Planet und wir müssen es ausbaden", wettert ein weiterer User. Aktivist Daniel Landau antwortet Kalina: "Niemand hasst. Und ja, erwähnst du eh ab und an. (...) Autos nutzen einfach überproportional viel, sehr viel, zu viel des ihnen rechnerisch zuzugestehenden Platzes".

"Durch Bashing, das Sie betreiben, schützen Sie nicht Schwächere im Straßenverkehr, sondern Sie unterstützen die, die durch viel Metall geschützt sind. Aber des passt eh zu Ihnen,  Reiche/Starke stärken, die andern sollen bleiben, wo sie sind", rechnet eine weitere Userin mit Kalina ab.

Zahlreiche weitere Tweets schießen sich auf den Ex-SP-Politiker ein. Die Botschaft an ihn: Das Auto hin und wieder einfach mal stehen lassen und aufs Rad setzen. Das tut auch gar nicht weh und schont nebenbei noch die Umwelt.

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