Foto-Affäre: Strache schlägt zurück

Mit Facebook-Posting

Foto-Affäre: Strache schlägt zurück

Nach dem Gerichtsstreit um ein Strache-Foto mit Identitären legt Strache nun nach. 

Wie ÖSTERREICH bereits berichtete, hatte Vizekanzler Heinz-Christian Strache den Kommunikationsberater Rudolf Fußi auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt: Streitwert immerhin 35.000 Euro. Fußi hatte ein Foto auf Twitter gepostet, auf dem Strache mit mutmaßlichen Mitgliedern der rechtsextremen Identitären zu sehen ist. Kommentar: „Strache beim gemütlichen Zusammensein mit Identitären-Kader.“

 

Keine Fälschung

Der FPÖ-Chef hatte in der Klage angeführt, das Foto sei gefälscht worden. Noch im Prozess musste er zugeben: Das Foto ist echt. „Es ist nach einem Besuch an der Grenze in Spielfeld entstanden“, so Strache zu oe24.TV. Tatsächlich finden sich auf der Website des Lokals zahlreiche weitere – ähnliche – Bilder.
 
Die Gerichts-Verhandlung wurde nach rund zwei Stunden geschlossen. Vereinbart wurde, dass die Rechtsvertretung von Fußi noch Belege dafür liefert, dass es sich bei den auf dem Foto Abgebildeten tatsächlich um Mitglieder der Identitären handelt. Richter Exner wird dann bis voraussichtlich April oder Mai ein schriftliches Urteil ergehen lassen. Beide Parteien zeigten sich nach der Verhandlung zufrieden. 
 

Strache schlägt zurück

Strache dürfte die Causa aber noch beschäftigen, denn jetzt postete er ein Foto, das Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Identitären-Chef Martin Sellner zeigt. "Ja, die SPÖ-Silberstein-Akteure wissen halt nicht mehr was sie tun sollen", schreibt er zum Bild. 

Strache teilte heute ein Posting von FPÖ-Politiker Leo Kohlbauer. Dieser veröffentlichte das Foto von VdB und dem Identitären. Kohlbauer fragt in dem Posting: "Ob auch ein Entlassungsbegehren von Thomas Drozda kommt?" Die SPÖ forderte nach Straches-Foto-Affäre den Rücktritt des Vizekanzlers. 

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