In Facebook-Posting

HC Strache bittet erneut um Spenden

Der ehemalige Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef HC Strache bittet seine Facebook-Anhänger erneut um Spenden.

Wien. Ex-Vizekanzler HC Strache steht am Rande des wirtschaftlichen und existentiellen Ruins. Deshalb postete der ehemalige FPÖ-Chef bereits vor einer Woche einen Spendenaufruf. Diese Bitte zur Spende erneuerte Strache nun in einem nächtlichen Posting. Um etwa ein Uhr nachts schrieb er: "Liebe Freunde! Ich werde weiterhin mit allen juristischen und demokratischen möglichen Mitteln meine Unschuld beweisen, für Recht und Gerechtigkeit kämpfen und auch meine freiheitlich-patriotische Gesinnung leben und meine freie Meinung äußern. Davon lasse ich mich nicht abbringen!"

Er bittet seine Facebook-Anhänger abermals um "Unterstützung, damit ich meine notwendigen anwaltlichen Kosten (Berufung, laufende Verfahren), zwecks juristischer Verteidigung gegenüber den falschen und verleumderischen Anwürfen weiterhin sicherstellen kann, da dies alleine kaum möglich und zu bewerkstelligen ist."

© Facebook
HC Strache bittet erneut um Spenden
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In den sozialen Medien häuft sich die Kritik an Strache, hatte der EX-FPÖ Chef in vergangenen Wahlkämpfen doch vehement gegen die Bettelmafia vorgehen wollen. Auch forderte Strache ein Bettelverbot in Wien. Nun muss der Politiker selbst die Hand aufhalten, um seine Anwaltskosten zu stemmen.

In erster Instanz verurteilt

Strache ist Ende August am Wiener Landesgericht - nicht rechtskräftig - wegen Bestechlichkeit zu 15 Monaten bedingter Haft im Prozess um den Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (Prikraf) verurteilt worden. Der mitangeklagte Eigentümer der Privatklinik Währing, Walter Grubmüller, fasste wegen Bestechung zwölf Monate aus, ebenfalls auf Bewährung. In dem Verfahren war es um einen vermuteten Gesetzeskauf im Zusammenhang mit der Privatklinik Währing gegangen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Straches Verteidiger Johann Pauer meldete nach Rücksprache mit seinem Mandanten "volle Berufung" an.

Aus dem "Team HC Strache" hieß es gegenüber der APA, dass es "zutiefst menschlich" sei, wenn Strache "nun um Hilfe bittet, denn er war ja immer für andere da". Bei den Ermittlungen gegen Strache handle es sich um die "mutwillige Zerstörung seiner gesamten Existenz". Pro Monat fielen "tausende Euro" an Anwaltskosten an.

Strache veröffentlicht Buch

Nach der Fernsehserie von Sky zur Ibiza-Affäre bringt nun auch Strache sein Buch zu dem Thema heraus. Was der Ex-FPÖ-Chef in seinem Buch alles enthüllen wird, ist vorab noch unklar. Laut eigenen Angaben soll „für Spannung gesorgt sein“. Seit wenigen Tagen kann man das Buch vorbestellen.

Auch seine Ehefrau Philippa lebt mittlerweile getrennt von HC Strache.



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