Karner: 1. Krach mit Grünen wegen Dollfuß-Museum

Grüne wollen Klarstellung

Karner: 1. Krach mit Grünen wegen Dollfuß-Museum

Im Heimatort des neuen Innenministers steht ein Dollfuß-Museum.

Wien. Eigentlich wurde erwartet, dass es zwischen dem neuen Innenminister Gerhard Karner wegen Abschiebungen im Koalitionsgebälk knirscht. Doch der erste Krach kam schon vor seiner Angelobung. Die Grüne-Abgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic forderte auf Twitter eine "Klarstellung" von Karner.

Was ist los? Konkret geht es um Karners niederösterreichische Heimatgemeinde Texingtal, wo er Bürgermeister ist. Der Ortsteil Texing ist Geburtsort des austrofaschistischen Kanzlers Engelbert Dollfuß – die von Karner geleitete Gemeinde unterhält dort sogar ein Dollfuß-Museum. Ein Museum also für jenen Politiker, der in den 30er-Jahren das Parlament ausschaltete, Standrecht und Todesstraße einführte (und vollziehen ließ). Und der in einem Bürgerkrieg auf Gemeindebauten schießen ließ – dann aber von den Nazis ermordet wurde.

Ernst-Dziedzic heute auf Twitter an Karner: "Das Verhältnis zum Austrofaschismus muss immer klar sein, gerade beim Innenminister."
 



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