"Da braut sich was zusammen"

Kurz warnt vor neuer Flüchtlingswelle

Altkanzler Sebastian Kurz: 'Wir in Europa sind teilweise schuld daran.'

Knapp vor dem mit Spannung erwarteten Flüchtlingsgipfel der europäischen Innenminister gab ÖVP-Altkanzler Sebastian Kurz der deutschen "Bild" ein Interview. Darin kritisiert er die aktuelle EU-Flüchtlingspolitik scharf: "Ich habe nicht nur das Gefühl, da braut sich was zusammen, sondern ich habe auch das Gefühl, wir in Europa sind teilweise schuld daran."
 
Kurz kritisierte vor allem Spanien und Italien für eine "Umkehr in der Migrationspolitik". Es seien keine richtigen Signale in Richtung Afrika und in Richtung der Schlepper, wenn man wieder mehr offene Grenzen und offene Häfen hätte. 
 
Die Signale der Premiers aus Griechenland und Bulgarien würden ihn aber positiv stimmen. Diese seien "sehr entschlossen gegen ein Weiterwinken nach Mitteleuropa", sagte Kurz.
 
Kurz ist gegen neue Verhandlungen mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan über neue Flüchtlings-Hilfen: "Wenn wir uns auf sein Spielfeld begeben, dann werden wir immer mehr an ihn bezahlen und er wird immer mehr den Eindruck haben, dass er uns in der Hand hat", so Kurz. 


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