Meinl-Reisinger: ''Türkiser statt roter Postenschacher ist zu wenig''

1. ORF-Sommergespräch mit Neos-Chefin

Meinl-Reisinger: ''Türkiser statt roter Postenschacher ist zu wenig''

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger beim ersten ORF-Sommertalk mit Simone Stribl.

 

Beim ORF-Sommergespräch im Wiener Weingut am Reisenberg gab sich Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger angriffslustig:

  • Zur Wirtschaftskrise: „Romantik bringt es da nicht. Ich hätte gerne die Kurzarbeit weniger bürokratisch und vorfinanziert. Man muss bei jedem neu geschaffenen Arbeitsplatz die Lohnnebenkosten halbieren. Das wäre ein guter Anreiz. Bürokratismus bei Hilfen ist schädlich. Befreien wir das kreative Potenzial davon.“
  • Zur neuen Schulden: „Die Frage wird sein, wer die Kosten der Krise in Zukunft bezahlen will. Ich fordere ein liberales Bürgerinnengeld, um Zuversicht zu schaffen. Wir brauchen faire Absicherung für alle, die niemand bestraft, der wieder ein paar Stunden arbeiten geht.“
  • Zur Regierung: „Sachliche Kritik wird oft als Majestätsbeleidigung empfunden. Eltern, Kinder und vor allem die Frauen wurden in der Krise beim Home Schooling völlig alleingelassen.“

© APA/HANS PUNZ

  • Zur Corona-Ampel: „Die ist gut, aber kein Mensch kennt sich aus. Ein Schnupfen darf nicht gleich zu Schulschließungen führen.“
  • Zur Wien-Wahl: „Bei der ÖVP sehe ich nur Mut zum Machterhalt, nicht Mut zu Reformen. Die SPÖ ist in Wien 70 Jahre an der Macht. Wir haben als Einzige Löcher in den roten Filz geschnitten. Was wäre neu, wenn wir in Wien mit der ÖVP koalieren? Einfach türkiser Postenschacher statt rotem, das ist zu wenig. Mein Wahlziel ist Wirksamkeit bei Veränderung, Prozente sind relativ wurscht.“

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