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Bruderkrieg eskaliert im Finale

Spesen: Wie Strache Nepp mitziehen will

Straches Bodyguard sagte aber aus, dass Nepp Maßnahmen verschärfte. 

Wien. Der Haupt-Belastungszeuge gegen Heinz-Christian Strache in der Spesen-Causa habe in einer seiner Aussagen vor der Kriminalpolizei erklärt, dass er den FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp 2014 über die „Umwandlungen“ informiert habe. Oliver R. behauptet hingegen, dass er und andere Bodyguards im Auftrag von Strache seine privaten Rechnungen umgewandelt haben, um diese der FPÖ verrechnen zu können. Strache weist diese Vorwürfe strikt von sich.
 
Nepp dementiert das im ÖSTERREICH-Gespräch.
 
Gleichzeitig gab der Bodyguard in seiner abermaligen Aussage im September vor den Ermittlern auch zu Protokoll, dass Nepp private Rechnungen von Strache in seiner Zeit als Finanzreferent der Wiener FPÖ wiederholt abgelehnt hatte.
 

Mehrere 100 Seiten. 

Laut Oliver R. habe Nepp „weit mehr Widerstand geleistet“ als seine Vorgänger. Tatsächlich liegen den Ermittlern Hunderte Belege vor – ÖSTERREICH vorliegende Rechnungen –, die privat wirken. Unter anderem Luxusurlaube, Rechnungen von Gucci, für Nachhilfestunden, für Reparaturarbeiten und Co. Oliver R. sagte aus, dass Nepp dafür „kein Geld ausgezahlt“ habe. Was das Ehepaar Strache verärgert habe. Jahrelang davor dürfte man diese Rechnungen – so sagt es der Zeuge, gegen den auch als Verdächtigen ermittelt wird – aber abgesegnet haben. Strache will im Finale den Bruderkrieg mit Nepp eskalieren lassen.


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