Wirbel nach rassistischem Posting zu Neujahrsbaby

Opposition empört - FPÖ dementiert

Wirbel nach rassistischem Posting zu Neujahrsbaby

Mit FPÖ-Burgenland-Logo versehener Instagram-Account sorgte mit Hass-Posting für Aufregung.

Ein mit einem FPÖ-Burgenland-Logo gezeichneter, rassistischer Kommentar auf Instagram zum Wiener Neujahrsbaby empört die Grünen und auch die SPÖ im Burgenland. Während Landessprecherin Regina Petrik am Mittwoch umgehend eine Entschuldigung von LHStv. Johann Tschürtz forderte, wies FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker die Kritik zurück: Beim betreffenden Account handle es sich um eine Fälschung.

In dem zu einem Bericht auf Krone.at geposteten und inzwischen gelöschten Kommentar hieß es: "Unser Neujahrsbaby heißt Hendrik Strache und kein Kanakenbaby!!!" Sie sei "schockiert über die offene rassistische Hetze, die von diesem offiziellen Social-Media-Account gestreut wird", stellte Petrik fest: "Das ist den in der Neujahrsnacht geborenen Kindern und deren Familien gegenüber niederträchtig." Tschürtz, der auch FPÖ-Landesparteiobmann ist, solle sich daher öffentlich im Namen der Partei bei den angesprochenen Eltern entschuldigen und sein Personal austauschen.

Hafenecker dementiert

"Der Vorwurf, die FPÖ Burgenland hätte einen rassistischen Kommentar auf der Online-Seite der Krone geschrieben, ist auf das Schärfste zurückzuweisen", reagierte Hafenecker in einer Aussendung auf die Kritik. "Es handelt sich bei dem Account laut der freiheitlichen Landesgruppe im Burgenland um eine Fälschung, die von ihnen auch gemeldet wird", stellte der Generalsekretär fest: "Wir hoffen, dass rasch aufgeklärt wird, wer hinter dieser Seite steckt, die versucht, den Hass mit solch billigen Methoden zu schüren."

Tschürtz kündigte Konsequenzen an 

FPÖ-Landesparteiobmann Tschürtz stellte dem Urheber des Postings "härteste Konsequenzen" in Aussicht. "Der Betreiber des betreffenden Instagram-Kontos ist uns unbekannt. Das Konto ist jedenfalls keines der Landespartei, auch nicht des Landtagsklubs oder eines anderen, uns Freiheitlichen zuzurechnenden politischen Büros. Ebenso wenig wurde das Konto von uns autorisiert", so Tschürtz.

"Das, was hier unter Verwendung des Logos der FPÖ Burgenland als Kommentar abgegeben wurde, ist in keiner Weise hinzunehmen", meinte der FPÖ-Politiker und kündigte eine Anzeige an.
 

SPÖ: Das ist skandalös

Auch die SPÖ, die mit der FPÖ im Burgenland eine Koalition bildet, meldete sich zu Wort: Das Posting und die Wortwahl seien "skandalös", sagte der burgenländische SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax zur APA: "Wir verurteilen das auf das Schärfste. Sollte das jetzt wirklich wer mutwillig gepostet haben, muss es Konsequenzen haben. Sonst muss natürlich herausgefunden werden, wer den FPÖ-Account gehackt hat." Die SPÖ Burgenland verurteile die Wortwahl und den Post "aufs Schärfste".
 



 

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