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EU-Abgeordnete

Wirbel um Karibik-Reise

150 EU-Delegierte - darunter auch eine Österreicherin - reisen zu einer Tagung in der Karibik. Die Kosten dafür übernehmen die europäischen Steuerzahler.

Riesenwirbel um eine Karibik-Reise von EU-Abgeordneten, an der nach Recherchen von ÖSTERREICH auch die österreichische Abgeordnete Karin Scheele (SPÖ) teilnimmt. Am 18. November entflieht eine EU-Delegation für fünf Tage dem kalten europäischen Herbst. Auf der Karibik-Insel Barbados werden etwa 70 Abgeordnete und mehr als 80 Beamte erwartet. Zum Teil sind auch die Ehepartner mit von der Partie – freilich auf eigene Kosten.

Ansturm
Grund der Reise: Eine Tagung von Delegationen der EU und afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten. Diese Versammlungen finden zweimal im Jahr statt – zuletzt im Juni 2006 in Wien. Diesmal scheint das Interesse an der Tagung aber größer als üblich zu sein. Bei den Tagungen in Den Haag, Edinburgh und Mali wollten je nur knapp über 50 Delegierte dabei sein, so die britische Times.

„Schlag ins Gesicht“
Die Kosten für die vielköpfige Delegation dürften rund 300.000 Euro betragen. Zeitpunkt und Ort der Tagung sind für den österreichischen EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin ein „Schlag ins Gesicht der europäischen Steuerzahler“.

Schwimmende Bar & Rum
Trotz der ambitionierten Tagesordnung gibt es auch ausreichend Zeit für das Rahmenprogramm: So ist eine Bootsfahrt mit der längsten schwimmenden Bar der Karibik geplant. Ein Mitarbeiter der Botschaft von Barbados in Brüssel dazu: „Das wird sehr entspannend. Sie werden dort nicht allzu viel arbeiten.“ Passend zum Thema der Arbeitsgruppe „Die Zukunft des Rums“ können die Gäste aus Europa auch an einem Besuch einer örtlichen Rum-Fabrik teilnehmen.



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