"Das treibt mich zur Weißglut"

Wut-Interview: Kickl vergleicht Kurz mit Diktator

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Bei "Fellner! LIVE!" auf oe24.TV rastet der FPÖ-Klubobmann aus und will in Österreich diktatorische Züge erkennen. "Das treibt mich zur Weißglut", tobt Kickl.

Herbert Kickl (FPÖ) poltert wieder gegen die Regierung. Zuerst kam es am Montag in der Sondersitzung des Nationalrats zum Schlagabtausch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), später legte er im Interview bei "Fellner! LIVE" auf oe24.TV nach.

An der Corona-Politik der türkis-grünen Bundesregierung ließ der FPÖ-Klubobmann kein gutes Haar und wagte sogar einen drastischen Vergleich. In einem Facebook-Posting am Freitag verglich Kickl Kurz bereits mit einem Diktator. Zur Erinnerung: er postete eine Fotomontage mit Kurz und dahinter befand sich ein Schild mit "Hier geht's zur Diktatur". Seine Wortwahl bereut er aber keinesfalls. Im Interview mit oe24-Chefredakteur wiederholt er seinen Diktator-Vergleich und legt nach. "Dieser Massentest - der übrigens völlig sinnlos ist - der sich dem dann auch noch entzieht, bekommt eine Woche quasi Freiheitsentzug daraufgedonnert. Das ist genau das Modell, das die Kommunisten in China anwenden", so Kickl.

Kickl: "Es wird Klagen hageln!"

Er kündigt außerdem heftige Gegenwehr an. "Da wird es den entschlossenen Widerstand der Freiheitlichen geben - und zwar auf allen Ebenen: im Parlament, auf juristischer Ebene- da wird es Klagen hageln - und natürlich auch vor dem Parlament draußen. Das wird auch auf die Straße kommen", meint Kickl. "Dass man mit Millionenbeiträgen Medien kauft, die Opposition ins Eck der Verschwörungstheoretiker räumt, die Freiheitsrechte außer Kraft setzt und jetzt auch noch die Bevölkerung einsperren will...ja, was ist denn das dann?", tobt der FPÖ-Klubobmann. "Wir werden sie wieder zurück auf den demokratischen Boden bringen", droht er.

Keine Entschuldigung nach Eklat im Parlament

Dass er mit seiner Wortwahl am Montag im Nationalrat - Kickl sprach unter anderem von einer "Testapartheid" - zu weit ging, findet er trotz Kritik nicht. "Ich lasse mir den Mund nicht mehr verbieten. Da können mich der Herr Sobotka und die Frau Bures so oft unterbrechen, wie sie wollen, aber ich werde dafür kämpfen, dass das Parlament der Ort der freien Rede bleiben wird", meint Kickl. Er will "den Widerstand gemeinsam organisieren", so der FPÖ-Klubobmann. Er wirft der Regierung die Spaltung der Gesellschaft. "Das treibt mich zur Weißglut und da haben sich die Regierungsvertreter jetzt den Falschen ausgesucht, mit dem sie sich anlegen", wütet er.

Kickl lässt sich nicht impfen - "vertraue auf Immunsystem"

Ein dritter Lockdown wäre für ihn überhaupt nicht notwendig - so lange man die anderen Regeln einhält. Risikogruppen müsse man natürlich schützen, allerdings in anderen Bereichen wieder zurück "zu einem Modell des Optimismus und der Zuversicht" kommen. Er persönlich haltet von der Maskenpflicht übrigens nichts. Er trage sie nur, wo es auch wirklich notwendig ist. Und wenn dann Maske, dann aber "etwas G'scheites und nicht diesen Stofffetzn", meint Kickl. Impfen lassen werde er sich, wie er ankündigt, nicht. "Da vertraue ich auf mein Immunsystem", so Kickl.

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