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EU-Parlament verärgert Veganer

Pflanzliche Alternativ-Produkte dürfen nicht wie tierische Milch-Erzeugnisse klingen und auftreten.

Die Bezeichnung "Mandelmilch" ist verboten. Daraus wurde der Mandel-Drink. Und Tofu darf nicht Soja-Käse heißen. Das EU-Parlament hat bereits Ende Oktober 2020 dafür gestimmt, dass pflanzliche Milchersatz-Produkte nicht mehr so wie bisher auftreten dürfen. Deren Beschreibungen wie "Butteralternative", "Käse-Ersatz" oder "im Joghurt-Stil" sind für pflanzliche, vegane Produkte nicht mehr zulässig beziehungsweise sind für sie Begriffe aus dem Milch- und Käse-Spektrum bereits verboten. Das EU-Parlament hat hier den Produktsektor noch weiter eingeschränkt und schützt damit auch die traditionelle Land- und Milchwirtschaft. 

Fleischersatz-Produkte dürfen hingegen weiterhin uneingeschränkt als Veggieburger, Seitan-Steak, Kichererbsen-Burger, etc. auftreten.

Die Hafermilch retten

Die Vegane Gesellschaft in Wien lancierte aus diesem Anlaß die Aktion und Petition "Retten wir die Hafermilch", um gegen das EU-Pflanzenmilch-Verbot aufzustehen. "Nachhaltige und daher pflanzliche Alternativen zu Milch werden immer beliebter. Seit Jahren versucht die Tierprodukt-Lobby dieser unaufhaltbaren Entwicklung entgegenzuwirken. Mit einem Namensverbot von pflanzlichen Milchprodukten sollen diese möglichst unattraktiv wirken", argumentiert die Vegane Gesellschaft.

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Noch ist es nicht zu spät lautet der Appell: Denn das vom EU-Parlament befürwortete Verbot muss noch im sogenannten Trilog abgestimmt werden, um Gesetz zu werden. Neben dem Europäischen Parlament stimmen hier auch die Kommission und der Rat ab. Voraussichtlich wird dies im Frühjahr geschehen.

Petition "Rettet wir die Hafermilch!" der Veganen Gesellschaft hier unterschreiben:

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 21. Februar 2021, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 28. Februar 2021, 18:30 Uhr.

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